Lange entschieden vor allem Investoren über Stadtentwicklung. Nun rücken Widerstandsinitiativen an ihre Stelle. Beides ist falsch
Auswärtige Besucher, die über den Kiez schlendern, dürften diese Debatte kaum verstehen. Zwar mag die Esso-Tankstelle an der Taubenstraße eine prima Kulisse für einen Wittenbrink-Liederabend oder Kamerateams des Privatfernsehens sein, als architektonische Schönheit aber fielen die Plattenbauten auf St. Pauli bislang nicht auf.
Wer kein Fan der Tirana-Ästhetik ist, dürfte sich vermutlich am liebsten selbst in den Abrissbagger setzen. Doch auf St. Pauli geht es um mehr als die Frage von Ästhetik - es geht um die soziale Mischung des Kiezes und die Frage, wem eigentlich die Stadt gehört.
Presserunde - "Esso-Häuser - abreißen oder erhalten?"
12.02.2012
Hamburger Presserunde - Hamburg1
Journalisten diskutieren aktuelle Themen. Thema: "Esso-Häuser - abreißen oder erhalten?"
Gäste im Studio: Andy Grote, SPD | Thomas Hirschbiegel, Hamburger Morgenpost | Leweke Brinkama, BILD | Joachim Mischke, Hamburger Abendblatt
Nach dem Alleingang der Bayerischen Hausbau, den Dialog mit der Anwohner-Initiative aufzukündigen, stellen sich Bezirkspolitiker von GAL und SPD quer. ...
Politik greift Kiez-Investor an - Vermieter macht Angebote
09.02.2012
Esso-Häuser
SPD mahnt Bürgerbeteiligung beim Abriss der Esso-Häuser an. Grote kritisiert Abbruch der Gespräche durch Bayerische Hausbau. Die Entscheidung der Bayerischen Hausbau, die Esso-Häuser am Spielbudenplatz abzureißen und keine weiteren Gespräche mit der Initiative "Esso Häuser" zu führen, weil deren Vorstellungen fernab jeglicher Realität seien, sorgt jetzt für scharfe Kritik aus der Politik. ...
Mit ihren Abrissplänen für die Esso-Häuser am Spielbudenplatz stößt das Immobilienunternehmen Bayerische Hausbau auf starken Widerstand. Falko Droßmann, Fraktionschef der Mitte-SPD, kritisierte das Vorgehen auf Anfrage der "Welt" mit deutlichen Worten: Für den Politiker ist klar, dass sich die Bayerische Hausbau "einseitig" nicht an das bislang vereinbarte Prozedere gehalten habe. ...
Die SPD im Hamburger Bezirk Mitte warnt das Immobilienunternehmen Bayerische Hausbau davor, den angekündigen Abriss der "Esso-Häuser" auf St. Pauli ohne Rücksicht auf die Mieter durchzusetzen. Durch die Entscheidung, die Gespräche mit der Anwohner-Initiative abzubrechen, sei der Investor weiter als je zuvor von einem Abriss oder Neubau entfernt, sagte Andy Grote, Stadtentwicklungsexperte der SPD. ...
Investor beendet Gespräche mit Anwohner-Initiative und will die Esso-Häuser mit Neubauten ersetzen. Kritiker fürchten Vertreibung der Einwohner. Drei Jahre wurde diskutiert und gestritten. Seit die Bayerische Hausbau im Mai 2009 die Esso-Häuser am Spielbudenplatz samt der legendären Tankstelle gekauft hatte, gab es Ärger mit den Anwohnern und der Initiative "Esso Häuser", die sich vehement für den Erhalt des Gebäudekomplexes einsetzt. Doch auch ein runder Tisch unter Mitwirkung der Politik und des Bezirks mit stundenlangen Debatten nutzte nichts: Die Bayerische Hausbau hat die Verhandlungen jetzt für gescheitert erklärt und sich endgültig für einen Abriss der Gebäude entschieden. ...
Die Esso-Häuser am Spielbudenplatz sollen abgerissen werden. Das Münchner Unternehmen Bayerische Hausbau, das das Grundstück seit 2009 besitzt, beendete überraschend die Gespräche mit der Bürgerinitiative, die sich für den Erhalt des maroden Ensembles engagiert. Die Investoren wollen nun einen Architektenwettbewerb starten; bis 2016 könnte der Neubau errichtet werden. Statt heute 107 sollen rund 350 Wohnungen entstehen - ein Drittel davon öffentlich gefördert. ...
Das Immobilienunternehmen Bayerische Hausbau hat seine Gespräche mit der Anwohner-Initiative "Esso-Häuser" für beendet erklärt. Der Investor wirft der Initiative vor, sie habe sich als Gesprächspartner disqualifiziert und sprach von einem "verlorenen Jahr". Nun sei der Abriss der Gebäude am Spielbudenplatz geplant. ...
Monatelang wurde am runden Tisch um die Zukunft der „Esso-Häuser“ am Spielbudenplatz gerungen, jetzt hat der Investor „Bayerische Hausbau“ plötzlich hingeschmissen, beharrt auf Abriss und Neubau. ...
Jetzt ist es amtlich: Die schäbigen Esso-Hochhäuser am Spielbudenplatz werden abgerissen. Auch die berühmte Tanke sowie der Gewerberiegel zum Spielbudenplatz werden der Abrissbirne zum Opfer fallen. ...
Der Investor Bayerische Hausbau beendet die Gespräche mit der Initiative für den Erhalt der "Esso-Häuser" und will einen Neubau am Spielbudenplatz. Baubeginn ist für 2014 geplant.
Das Gesicht von St. Pauli wird sich in Zukunft noch weiter verändern. Der Investor Bayerische Hausbau erklärte am Dienstag, dass er Gespräche über die Zukunft des Spielbudenplatzes 5 bis 13 mit der Anwohnerinitiative "Esso-Häuser" beendet hat. Gleichzeitig wurde deutlich: Der Abriss ist beschlossene Sache. ...
"Wir wollen uns nicht mehr zumuten, den Weg des end- und ziellosen Debattierens um des Debattierens willen weiterzugehen, und brechen daher die Gespräche mit der Initiative ab." Dieser Satz aus einem Brief der Bayerischen Hausbau an den 1. Bürgermeister besiegelt das Ende der sog. "ESSO -Häuser" am Hamburger Spielbudenplatz. Aber vielleicht eröffnet er ja auch die Perspektive für einen sozial und stadtplanerisch verträglichen Neuanfang. Von der Bayerischen Hausbau zu Gast im Studio war Stefan Günster. ...
Immobilienfirma erklärt Gespräche mit Anwohnern für beendet
Die Debatte um die "Esso-Häuser" geht in die nächste Runde. Das Immobilienunternehmen Bayerische Hausbau hat seine Gespräche mit der dazugehörigen Anwohner-Initiative für beendet erklärt. Nun ist der Abriss der Gebäude am Spielbudenplatz geplant. ...
Abriss oder Sanierung der Esso-Häuser? Initiative, Bezirk und Investor trafen sich zu rundem Tisch. Es wurde drei Stunden lang diskutiert.
Seit mehr als einem Jahr wird über die Zukunft der Esso-Häuser auf St. Pauli gestritten. Auf der einen Seite steht die Initiative "Esso-Häuser", die die beiden Mietshäuser und die Gewerbeflächen erhalten möchte, auf der anderen Seite die Bayerische Hausbau als Investor. Das Unternehmen will die bestehenden Gebäude abreißen und hier rund 240 Wohnungen, davon 100 Sozialwohnungen, und Gewerbeflächen bauen. ...
Im Juni bestimmte die Debatte um die Zukunft der Esso-Hochhäuser auf der Reeperbahn wochenlang das Stadtgespräch. Am Montag tagte nun auf Anregung der Initiative, die um den Erhalt des vom Abriss bedrohten Gebäudeensembles kämpft, zum ersten Mal der Runde Tisch. Neben Vertretern der Initiative, des Investors Bayerische Hausbau sowie des Bezirks Mitte nahmen auch besorgte Anwohner daran teil. ...
Abriss oder Sanierung? Das ist die Frage bei den „Esso-Häusern“ am Spielbudenplatz (St. Pauli), für deren Erhalt eine Anwohner-Initiative kämpft. Jetzt gab es einen runden Tisch zum Thema. ...
Werden die sogenannten Esso-Häuser auf der Hamburger Reeperbahn abgerissen oder saniert? Bei einem runden Tisch zur Zukunft des Gebäudekpomplexes am Spielbudenplatz auf St.Pauli ist keine Entscheidung gefallen. ...
Im Streit um die Esso-Häuser bleiben die Fronten weiter verhärtet. Gestern hatten sich die Beteiligten zum ersten Mal zu einem runden Tisch getroffen. Die Investoren planen die Häuser an der Reeperbahn abzureißen, die Bewohner wollen bleiben und fürchten die städtebaulichen Veränderungen in ihrem Viertel. In 2 oder drei Wochen soll es wieder zum einem Treffen der Streit-Parteien kommen, dann in kleinerer Runde. ...
Hamburg, die Stadt am Wasser, das Tor zur Welt, von vielen liebevoll ihre Perle genannt und mitten im Zentrum das berühmt-berüchtigte St. Pauli, halb Wohngebiet, halb Tourismusattraktion. Dieses Viertel, das seinen besonderen Charme bisher seinem nachtaffinen Gewerbe und höchst einmaligen Einwohnermix verdankt, seiner Toleranz und Grenzwertigkeit, vollzieht jetzt eine erzwungene 180 Grad Wende zum seelenlosen Vergnügungsviertel. ...
Erwin Steinhofer ist 1981 auf den Spielbudenplatz gezogen und wohnt seither in einem der "Esso-Häuser". Die Abriss-Pläne des neuen Eigentümers beunruhigen die Anwohner. ...
Auf der Reeperbahn nachts um halb eins, ob du ein Grundstück hast oder hast keins... In Hamburg gibt es einen neuen Stadtumgestaltungskampf, dieses Mal geht es um die »Esso-Häuser« auf St. Pauli, zwei achtgeschossige Wohngebäude samt bodennahen Läden und Clubs (weithin bekannt ist das Molotow), deren Basis die seitlich integrierte Tankstelle ist. Wem im Morgengrauen das Geld für einen Barbesuch fehlt, der tankt bei Esso nach. Die Zapfsäulen sind umlagert von schwankenden Gestalten; ein vom Pächter bezahlter Wachdienst wirkt Plünderungen entgegen. ...
Initiative pocht auf Teilnahme der Senatorin, doch die verweist auf den Bezirk
Eine Klärung im Streit über die Zukunft der bekannten Esso-Tankstelle und der dazu gehörenden beiden Hochhäuser auf der Reeperbahn ist nicht in Sicht. Ein Runder Tisch, den die Initiative "Esso Häuser" gefordert hatte, wurde auf die Zeit nach der Sommerpause verschoben. Nachdem Anwohner und Bewohner des Hauses, die sich für den Erhalt des vom Abriss bedrohten Areals einsetzen, eine eigens in Auftrag gegebene Expertise vorgestellt hatten - laut der ein Abriss nicht zwingend notwendig sei -, brach eine Debatte darüber los, ob der Gebäude-Komplex erhaltenswert sei oder nicht. ...
An den Hochhäusern aus den 1960er Jahren bröckelt der Putz. Rost nagt an den Balkonen. Aus den Festern hängen Bettlaken mit Parolen für Sanierungsmaßnahmen. Ausziehen wollen die Bewohner der 110 Wohnungen in beiden Gebäuden an der berühmten Hamburger Reeperbahn nicht. Im Gegenteil, sie wehren sich gegen den geplanten Abriss. In ihrer Initiative „Esso-Häuser“ engagieren sich auch andere Anwohner und Geschäftstreibende im Quartier gegen die zunehmende Gentrifizierung des Kiez. Wo früher Tante-Emma-Läden existierten, Obst- und Gemüsegeschäfte, Schneidereien und Fleischereien, sind in den vergangenen Jahren immer mehr Büropaläste aus Stahl und Glas, teure Boutiquen und noble Restaurants entstanden. Und diese Entwicklung geht weiter. ...
Der Streit um den möglichen Abriss der verkommenen Esso-Häuser an der Reeperbahn: Jetzt geht Bezirks-Chef Markus Schreiber (51, SPD) auf Rock-Ikone Udo Lindenberg (65, „Sonderzug nach Pankow“) los. ...
St. Pauli zählte lange Zeit zu den ärmsten Stadtteilen Deutschlands. Inzwischen ist er für viele Mieter unbezahlbar geworden.
Er hieß Micro, und der Kiez war sein Zuhause. Nur der Imbissverkäufer in der Bude zwischen Esso-Tankstelle und Spielbudenplatz auf St. Pauli wollte nicht verstehen, dass Micro ausgerechnet vor seiner Bude abhängen musste. Der Punk, den es irgendwann von Italien nach St. Pauli verschlagen hatte, sollte verschwinden. Schnorrer seien schlecht für das Geschäft. Es kam zur Rangelei. Micro griff zum Barhocker und schlug zu. Er bekam Bewährung. So erzählt man sich die alte Geschichte noch heute auf dem Kiez. ...
Hamburg diskutiert über geplanten Abriss – BILD war vor Ort
Putz bröckelt, Rost nagt an Fassaden und Balkonen der beiden Häuser, Graffiti verunstalten Eingänge und Flure, überall Müll. Und dennoch ist um die beiden Wohngebäude und die Tankstelle ein bizarrer Streit entbrannt. ...
Der Streit über die "Esso-Häuser" entfacht generelle Debatte
Aufwertung und sozialer Wohnungsbau gegen Milieuschutz - die Diskussion um das Areal der vom Abriss bedrohten "Esso-Häuser" wirft generell die Frage auf, was aus der Reeperbahn werden soll: schrill-schräge Vergnügungsmeile oder schickes Wohnquartier? ...
Warum fahren so viele Menschen auf diese eine Stelle in Hamburgs Rotlichtviertel ab, die man schlicht "die Tanke" nennt? Es gibt dort Benzin, Bier, Kaffee, Lebensmittel und offensichtlich noch mehr, das alle anlockt: Prostituierte und Pastoren, Punker und Polizisten, Party-Gänger und die feinen Pinkel. ...
"Die Häuser selbst sind das schlechteste Argument"
24.06.2011
Pro
Hamburg hat immer leidenschaftlich abgerissen. Seinen Dom etwa, der bis heute einen leeren Fleck hinterlassen hat oder ein ganzes, barockes Stadtviertel, an dessen Stelle die heute selbst denkmalgeschützte Speicherstadt entstand. Was Spitzhacke und Abrissbirne nicht zum Opfer fiel, schafften große Stadtbrände oder Weltkriegsbomben. Vermutlich resultiert daraus das manische Bemühen mancher Gruppen, jetzt alles erhalten zu wollen, was irgendwann einmal gebaut wurde. ...
"Ein Denkmal muss nicht schön, aber Zeuge seiner Zeit sein"
24.06.2011
Kontra
Zugegeben, zurzeit sind sie kein schöner Anblick. Ziemlich trostlos sehen die Esso-Häuser an der Reeperbahn aus, ein heruntergekommenes Ensemble aus Beton in der nüchternen Architektur der Nachkriegszeit. Und dennoch: Man sollte diesen Komplex nicht nur erhalten, sondern auch sanieren und dabei versuchen, dem ursprünglichen Zustand mit seiner stadtbildprägenden Funktion möglichst nahe zu kommen. ...
Ja, findet Abendblatt-Redakteur Egbert Nießler. Nein, sagt sein Kollege Matthias Gretzschel. Lesen Sie hier die beiden Meinungen.
Sie stehen seit 1949 am Spielbudenplatz und prägen seitdem das Gesicht der weltberühmten Reeperbahn: die Esso-Häuser einschließlich der Tankstelle, die der Hamburger Theatermann Corny Littmann einmal als Dorfplatz von St. Pauli bezeichnet hat. Seit 2009 gehört das Areal einem bayerischen Investor, der plant, die Häuser abzureißen anstatt zu sanieren. Eine Initiative aus Anwohnern und Künstlern möchte dies verhindern. ...
Bayerischer Hausbau beschwert sich über "mangelnde Gesprächskultur"
Die Bayerische Hausbau hat sich in einem offen Brief über eine mangelnde Gesprächskultur der Initiative "Esso-Häuser" beschwert. Man sei keineswegs ein "Totengräber" des Areals, sondern bemühe sich um einen sozialen Wohnungsbau im Umfang der bisherigen Bebauung. ...
Im Streit um den geplanten Abriss des Gebäudekomplexes an der berühmt-berüchtigten Tankstelle auf der Reeperbahn hat die Initiative Esso-Häuser einen runden Tisch mit den Bewohnern gefordert. "Bezirksamt und Investoren machen Nägel mit Köpfen, das ist undemokratische Hinterzimmerpolitik", kritisierte die Initiative. ...
Esso-Häuser, Initiative fordert Lösung am runden Tisch
23.06.2011
Esso-Häuser: Initiative fordert Lösung am runden Tisch ++ Wilstorf: Mordermittlung gegen Messerstecherin
Im Streit über den geplanten Abriss des Gebäudekomplexes an der berühmten Tankstelle auf der Reeperbahn hat die Initiative Esso-Häuser einen runden Tisch mit den Bewohnern gefordert. "Bezirksamt und Investoren machen Nägel mit Köpfen, das ist undemokratische Hinterzimmerpolitik", kritisierte die Initiative am Mittwoch. ...
Die berühmteste Tankstelle Deutschlands, die Esso Station an der Reeperbahn, soll abgerissen werden - und mit ihr die zugehörigen Wohnblocks aus den Sechzigern. Viele sind dagegen, die Mieter haben Angst um ihre Wohnungen, Künstler fordern den Erhalt der Gebäude. ...
Im Streit um den geplanten Abriss des Gebäudekomplexes
Im Streit um den geplanten Abriss des Gebäudekomplexes an der berühmt-berüchtigten Tankstelle auf der Hamburger Reeperbahn hat die Initiative Esso-Häuser einen runden Tisch mit den Bewohnern gefordert. «Bezirksamt und Investoren machen Nägel mit Köpfen, das ist undemokratische Hinterzimmerpolitik», kritisierte die Initiative am Mittwoch. ...
Wenn es um die Interessen ihres Stadtteils geht, ist mit St. Paulianern nicht zu spaßen. Seitdem bekannt wurde, dass die legendäre Esso-Tankstelle auf dem Kiez und die dahinter liegenden Wohnblocks vom Abriss bedroht sind, regt sich Widerstand. ...
Udo Lindenberg, Musiker, Künstler, Hamburger:
"Sie zerkloppen Stein für Stein unsrer alten Heimat für die aufgeblasenen Schickimicki-Vampire. Sie zerstören den echten Rock 'n' Roll in dieser Stadt ."
Dietrich von Albedyll, Chef der Hamburg Tourismus GmbH:
"Der Esso-Gebäudekomplex ist seit 1949 wichtiger und über die Grenzen Hamburgs hinaus bekannter Bestandteil der Reeperbahn. Beim geplanten Abriss sollte genau zwischen stadtplanerischer Notwendigkeit und der behutsamen Weiterentwicklung des Stadtteils abgewogen werden."
Markus Schreiber, Leiter des für die Reeperbahn zuständigen ...
Die Initiative gegen das Ende der Esso-Häuser bekommt immer mehr Unterstützung - Prominente plädieren für den Erhalt des sozialen Umfelds
Warum sollte sich Hamburg für den Erhalt einer alten Tankstelle einsetzen? Vielleicht, weil sie viel mehr ist als nur das. So zumindest lesen sich die Stimmen, die sich heute in die Diskussion um die Zukunft der alten Esso-Tankstelle und des Gebäuderiegels am Spielbudenplatz einschalten. ...
Auch schlichte Zweckbauten sind manchmal denkmalwürdig: Erst vor einem knappen Jahr stellte die Hamburger Kulturbehörde die von 1953 stammende Tankstelle am Billhorner Röhrendamm unter Denkmalschutz. Die bereits 1949 erbaute Esso-Station an der Reeperbahn und die mit ihr verbundenen Häuser genießen dagegen keinen behördlichen Schutz. ...
Stadtentwicklungsexperte zum Abriss der Esso-Häuser
Im Streit um die Esso-Häuser auf St. Pauli zeigt die SPD Flagge und stellt sich deutlich vor die Mieter. Nach dem notwendigen Abriss der Häuser sollen diese in die neu gebauten Häuser zurückkehren können. Ganz anders die Hamburger FDP: Ihr waren die sozialen Erhaltungs-Verordnungen schon immer ein Dorn im Auge. ...
Werden die "Esso-Häuser" an der Hamburger Reeperbahn abgerissen oder doch nur saniert?
Das ist derzeit die heiß diskutierte Frage im Stadtteil St. Pauli. Zum Gebäudekomplex am Spielbudenplatz gehören zwei Blocks mit 110 Wohnungen, eine Tiefgarage, Läden, Kneipen, der Musikclub Molotow sowie die bundesweit bekannte Kiez-Tankstelle - von ihr hat das Ensemble den Spitznamen "Esso-Häuser". ...
Initiative kämpft um Erhalt des vom Abriss bedrohten Areals
Investor plant Neubau. Altmieter befürchten, dann aus dem Kiez verdrängt zu werden. Bezirk führt Gespräche. Für die einen ist das Stahlbeton-Gebäude-Ensemble am Spielbudenplatz ein Schandfleck, für andere ist es das Herz von St. Pauli, für wieder andere ist das Areal eines von vielen, das im Zuge der Aufwertung St. Paulis vor einem Umbruch steht. ...
„Todes-Turm“ und „Nutten-Bunker“ nennen die Kiezbewohner den Koloss. Und wieder geht hier die Angst um – aber nicht vor Kriminellen, sondern vor Investoren! Die wollen jetzt mit dem Schmuddel-Hochhaus Kasse machen – der St. Pauli-Boom macht’s möglich. Die Bewohner fürchten, die nächsten Opfer der „Schickimickisierung“ zu werden. ...
Alteingesessene St. Paulianer sind auf den Barrikaden: Sie kämpfen für ihre Wohnhäuser über der legendären Esso-Tanke am Spielbudenplatz. Die 110 Wohnungen sollen abgerissen und durch Neubauten ersetzt werden. ...
Die berühmteste Tankstelle Deutschlands, die Esso-Station an der Hamburger Reeperbahn, steht vor dem Abriss - und mit ihr die zugehörigen Wohnblocks aus den Sechzigern. Im Rotlichtviertel regt sich Protest. Es geht auch um die Frage: Wie kann man sozialen Neubau und Milieu-Schutz verbinden? ...
ESSO HÄUSER Die Initiative stellt ein eigenes Gegengutachten vor
Mit einem Gegengutachten tritt die Initiative Esso Häuser dem Abrissvorhaben des Investors, der Bayrischen Hausbau, entgegen. Der erachtet einen Abriss als sinnvoll und stützt sich dabei auf ein Gutachten, dem zufolge eine aus technischen Gründen unumgängliche Sanierung der Wohnhäuser mit einem Auszug der Mieter verbunden sei. ...
Initiative kämpft um Erhalt des vom Abriss bedrohten Areals
Für die einen ist das Stahlbeton-Gebäude-Ensemble am Spielbudenplatz ein Schandfleck, für andere ist es das Herz von St. Pauli, für wieder andere ist das Areal eines von vielen, das im Zuge der Aufwertung St. Paulis vor einem Umbruch steht. Am Mittwoch lud die Initiative Esso-Häuser - wir sind kein Objekt zu einem Pressegespräch, um ein Gutachten zu präsentieren, aus dem hervorgeht, dass die Gebäude nicht zwingend abrissfällig seien. Im Mai 2009 hatte der Investor, die Bayrische Hausbau, das 6190 Quadratmeter große Grundstück zwischen Kastanienallee, Taubenstraße und Spielbudenplatz gekauft. Der 60er-Jahre-Bau umfasst zwei Wohnblocks mit 110 Wohnungen und einen zweigeschossigen Gewerberiegel sowie eine Tiefgarage und eine Tankstelle. Der Investor hatte ein Gutachten in Auftrag gegeben, ein Abriss sei demnach unumgänglich. Fakt ist jedenfalls: Die Bayrische Hausbau sieht eine Neubebauung vor. ...
Anwohner-Initiative gegen Abriss der Esso-Tankstelle
15.06.2011
plus Video zum Artikel
Neue Runde im Streit um den Abriss der "Esso-Häuser". Heute hat die Anwohner-Initiative ein Gutachten vorgelegt, dass eine Sanierung der Gebäude durchaus möglich ist und ein Abriss somit nicht zwingend erforderlich.
Das Molotow liegt im Keller der Esso-Häuser, die mit der Kult-Tankstelle an einen Investor verkauft wurden - die Bayerische Hausbau fasst einen Abriss ins Auge, hat aber noch keine Entscheidung getroffen. Die Politik setzt sich für den Erhalt des Molotow ein. ...
An den Esso-Häusern am Spielbudenplatz scheiden sich die Geister. Ein Gespräch mit Andy Grote über Sozialwohnungen, Glaskästen und den Wandel auf dem Kiez. Vorne oll, hinten hoch hinauf und toll: Blick auf die Esso-Häuser und Teheranis tanzende Türme. Foto: Lena Kaiser taz: Herr Grote, Abriss- und Neubau haben Gentrifizierung befördert. Und jetzt glauben Sie, im Fall der Esso-Häuser mit der gleichen Strategie alles richtig zu machen? ...
Die Stadt muss den Wandeln steuern. Sonst kann sie sich den Mythos Reeperbahn abschminken.
Mit dem Abriss der Esso-Häuser droht der Reeperbahn, ein weiteres Stück ihres speziellen Flairs abhanden zu kommen. Das ist eine Entwicklung, die der Stadt, aber auch Investoren nicht recht sein kann. Denn wenn das Schmuddelige und Verruchte verschwindet, wird St. Pauli ein Stadtteil wie jeder andere. ...
Der Investor, der über die Zukunft der "Esso Häuser" am Spielbudenplatz entscheidet, hält Abriss der Häuser für sinnvoll. Endgültige Entscheidung steht noch aus. ...
Bayerische Hausbau will die Sanierung der Gebäude am Spielbudenplatz prüfen und die Initiative Esso-Häuser eigene Vorschläge erarbeiten.
St. Pauli. Unerwartete Wende bei einem der größten Bauprojekte St. Paulis: Die neuen Eigentümer der "Esso-Häuser" am Spielbudenplatz wollen den Erhalt und die Sanierung der Gebäude prüfen. Das ist Ergebnis eines Ideenworkshops, zu dem die Bayerische Hausbau am Wochenende eingeladen hatte. Ursprünglich war geplant, nicht nur die Esso-Tankstelle abzureißen, sondern auch den ganzen benachbarten Häuserblock. ...
Abriss Das Areal der "Esso Häuser" am Spielbudenplatz ist umkämpft. Als Kompromiss denkt der Investor darüber nach, die alten Häuser zu sanieren
Doch vom Abriss verschont bleiben, könnten die sogenannten "Esso Häuser" am Spielbudenplatz 5-13. Denn ein wenig anders als vom Investor, der Bayerischen Hausbau, vorgesehen, verlief am Samstag der Ideenworkshop im Millerntor Stadion . Nach Protesten der Anwohner-Initiative Esso Häuser rückte der Investor von seinem Abrissvorhaben ab und will nun "Sanierung und Erhalt des Bestandes in Kombination mit einem Neubau als Alternative" prüfe. ...
Auf dem Areal der "Esso Häuser" am Spielbudenplatz könnte die Politik eine der letzten Chancen nutzen, der Yuppisierung von St. Pauli etwas entgegenzusetzen.
Auf St. Pauli greift die Yuppisierung um sich und die Flächen, auf denen die Stadt dieser Entwicklung mit sozialem Wohnungsbau entgegenwirken kann, sind rar. Doch auf dem Grundstück am Spielbudenplatz 5-13 hat die Politik gute Einflussmöglichkeiten. Denn um die Pläne des neuen Investors zu realisieren, muss ein neuer Bebauungsplan her. ...
Der Kampf um St. Pauli geht in eine neue Runde: Ein Investor will die "Esso-Häuser" am Spielbudenplatz abreißen. Eine frisch gegründete Anwohnerinitiative wehrt sich dagegen.
Und nebenbei streiten sich auch noch SPD und GAL, wer sich besser um die Anwohner kümmert. Es ist eines der wichtigsten Projekte auf St. Pauli -und wieder geht die Angst vor "Yuppisierung" um. Dieses Mal dreht sich alles um die 110 Wohnungen hinter der Kiez-Tankstelle. Deren Betreiber verkaufte das Areal 2009 an die Bayerische Bau+Immobilien Gruppe. ...
Nicht nur SAGA-MieterInnen haben Probleme mit ihren Vermietern. Auf St. Pauli droht den BewohnerInnen von rund 100 Wohnungen in den Häusern an der Esso-Tankstelle Abriss und Kündigung.
Auf Grund der Entwicklungen im Stadtteil St. Pauli in den letzten Jahren hat bereits an einigen Orten ein reger Widerstand gegen die Umstrukturierung des Viertels begonnen. Die Planungsprozesse zur Stadtentwicklung finden meistens nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, dies ist auch hier der Fall. Nun will die Initiative Esso Häuser versuchen, dem Abriss des Ensembles am Spielbudenplatz rechtzeitig entgegenzuwirken. Denn für viele ist St. Pauli nicht nur ein Event- oder Vergnügungsviertel, sondern auch ein Ort zum Wohnen und Leben.
Nachdem bereits der Vorbesitzer des Grundstücks die Sanierungsarbeiten an den Häusern vernachlässigt und am Ende auf Grund seiner Verkaufsabsichten nur noch befristete Mietverträge vergeben hatte, wurde nun bekannt, dass ein „Big Player“ aus München (Bayrische Bau und Immobilien GmbH & Co. KG, Schörghuber Gruppe) das Grundstück übernommen hat. Über seine Pläne lässt der Investor die BewohnerInnen im Dunklen. Es ist aber davon auszugehen, dass der neue Besitzer eine Umstrukturierung des Grundstücks anstrebt und dabei natürlich einen saftigen Profit erwartet – obwohl das Grundstück in seiner derzeitigen Nutzung wirtschaftlich ist.
Die Vorkommnisse um die Esso-Häuser sind Ausdruck der investorenfreundlichen und neoliberalen Praxis in Hamburg. Im Ergebnis können sich nur die wenigsten die teuren Eigentumswohnungen und hochpreisigen Mietwohnungen leisten. Diese Entwicklung geht vielen zu weit und sorgt für einen regen Protest. Die Initiative Esso Häuser will dieser Entwicklung etwas entgegen setzen und tritt für den Erhalt der „Esso-Häuser“ ein. Eine Um-gestaltung oder Veränderung dieses Quartiers darf nur unter Beteiligung der BewohnerInnen stattfinden!
Parallel zu den Bemühungen, mit Investor und Bezirk in einen Dialog zu treten, haben die BewohnerInnen im Juli ein Hoffest veranstaltet. Obwohl zuerst als einfaches Grillfest geplant, wurde es zu einem ersten sichtbaren Ausdruck des Widerstandes, denn der Investor hatte für dieses kleine nachbarschaftliche Beisammensein sogleich ein Verbot ausgesprochen. Bedroht durch die Pläne des Investors sind übrigens nicht nur die BewohnerInnen, sondern auch Läden und Clubbesitzer am Spielbudenplatz.