Willkommen bei der Initiative Esso Häuser

1 Jahr Evakuierung der Esso-Häuser
Glühweintrinken für 100 % sozial

Glühweintrinken am Bauzaun | 14.12.14 | 16 - 19 Uhr

Anlässlich des Jahrestages lädt die Initiative Esso Häuser zu einem Glühweintrinken ein. Erinnern, austauschen, Pläne schmieden bei Glühwein, Keksen, Grillgut, Redebeiträgen und Musik der Künstlerin Katriana. Sonntag, 14.12.2014, 16:00 Uhr, Spielbudenplatz, am Bauzaun.

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Und hier die Pressemitteilung zum Glühwein-Gedenken am Bauzaun ...

Gestaltungsmacht wahrnehmen!

26.10.2014

Erklärung der Initiative ESSO-Häuser zur PlanBuden-Eröffnung

Als Initiative begrüßen wir es sehr, dass für den Beteiligungsprozess ESSO-Areal heute endlich der offizielle Startschuss fällt und freuen uns auf ein fulminantes Eröffnungsfest der PlanBude. Wir wünschen uns, dass ganz viele St. Paulianer*innen und insbesondere auch die ehemaligen Bewohner*innen und Gewerbetreibenden der ESSO-Häuser sich mit ihrem lokalem Wissen, ihren Wünschen, Vorstellungen und Ideen für den Neubau einbringen. Rennt der PlanBude die Bude ein! Die Chancen stehen gut, dass hier die Bürger*innenbeteiligung nicht ins Leere läuft, weil sie zu einem frühen Zeitpunkt im Planungsprozess stattfindet.

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Geht's noch? - Kunst und Werbung als 12 Meter hoher Schall- und Sichtschutz!?

Echte Beteiligung statt Beteiligungsshow – wir sind gespannt!

22.07.14

Erklärung der Initiative ESSO-Häuser zum vereinbarten Beteiligungsprozess zwischen Bezirk Mitte und PlanBude

Die Initiative ESSO-Häuser begrüßt das heute gemeinsam von Bezirk Hamburg-Mitte und PlanBude vorgestellte Beteiligungskonzept zur Neubauplanung auf dem ESSO-Häuser-Gelände. Aus Sicht der Initiative bietet sich hier die große Chance, eine andere Form der Stadtentwicklung zu realisieren. „Gerade weil städtische Beteiligungsprozesse in der Vergangenheit oft nicht mehr als eine Beteiligungsshow waren, ist es an der Zeit, solch ein demokratisches Experiment zu wagen und als Chance zu nutzen, etwas Positives für den Stadtteil zu erreichen“, so Jenny Maruhn von der Initiative ESSO-Häuser.

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ESSO-Häuser: Vorne spielt die Musik, hinten geht der Kiez in Trümmer

07.05.14

Pressemitteilung zum beginnenden Abriss der ESSO-Häuser

Die Esso-Häuser, das rauhe und sperrige Herz von St. Pauli, werden zertrümmert - während nebenan die Eurovisionsparty vorbereitet wird.
19 Uhr Protestkundgebung: St. Pauli wird laut

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Esso-Häuser - der Abriss beginnt morgen
TAG X - 7. Mai
14 Uhr Kundgebung am Bauzaun
19 Uhr ST: PAULI LAUT! Lärmdemo ab Bauzaun.

06.05.14

Tag X Kampagne startet!

 

 

Mittwoch, 7.5. ist der Tag X! Die ersten Bagger rollen und die Bayerische Hausbau beginnt mit dem Abriss!

„St. Pauli selber machen!“ ruft für den Tag X um 19 Uhr zu einer spontanen Lärmdemonstration um 19 Uhr an den ESSO-Häusern auf.

Ab 14 Uhr beginnt ein buntes Protesttreiben auf dem Spielbudenplatz!

Kommt alle, bringt Kochtöpfe, Trillerpfeifen, und andere Lärmgegenstände mit. Werdet kreativ und aktiv!

Kein Abriss ohne Garantien!

Zwar bewegt sich die Politik zurzeit schon in unsere Richtung. Allein rechtlich-verbindlich ist noch nichts garantiert.

Wir fordern:

  • vertragsbewehrten Garantien für Läden und BewohnerInnen der ESSO-Häuser, zu den bisherigen (oder besseren) Kondition zurückkehren zu können.

  • 100% Sozialwohnungen, eine öffentlich-genossenschaftliche Lösung sowie eine verbindliche und durchsetzungsfähige Beteiligung des Stadtteils an der Planung.

Tag X

14 Uhr | Kundgebung | buntes Protesttreiben
19 Uhr | Lärmdemo

St. Pauli wird laut!

Es gibt auch Plakate zum ins Fenster hängen oder an die Wand kleben. Druckt sie aus und verteilt sie massenhaft im Stadtteil, ach was in der ganzen Stadt.

Die Druckvorlage dazu gibt es hier

 

Wir nennen es PlanBude

24.04.14

Pressemitteilung inkl. Präsentation des Planungsprozesses

Wird sich mit der Neuplanung der ESSO-Häuser die Zerstörung und Verödung St. Paulis am Spielbudenplatz fortsetzen? Die BewohnerInnen aus St. Pauli wollen die Beantwortung dieser Frage weder Investoren noch städtischen PlanerInnen allein überlassen. Dies haben die 400 BesucherInnen der Statteilversammlung „St. Pauli selber machen“ am 8.Februar 2014 in ihrer „Ballsaal-Resolution“ mehr als deutlich gemacht. Die daraus hervorgegangenen Arbeitsgruppen haben seitdem zusammen mit den Initiativen aus dem Stadtteil Ideen entwickelt, wie das lokale Wissen in die Planung einfließen kann – und sind mit dem Bezirk im Gespräch über die Umsetzung dieses partizipatorischen Prozesses.

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Die Präsentation zum partizipatorischen Planungsprozess als PDF-Download

Die ESSO-Häuser Fakten

06.03.14

Zahlen, Daten, Fakten rund um die ESSO-Häuser

Auf einem Flugblatt haben wir die wichtigsten Fakten zu Geschichte, Verfall, Planungen und Gewinne zusammengefaßt:

1959 erhielt Ernst Schütze das städtisches Grundstück per Erbbaupacht für 60 Jahre. Er baute darauf die ESSO-Häuser. Erbpacht heißt: das Grundstück gehört der Stadt, Schütze pachtet es zu einem bestimmten Preis. Nach Ablauf kann die Erbpacht verlängert werden oder das Grundstück geht an die Stadt zurück. Im Mai 1961 findet das Richtfest für die beiden 7-stöckigen Wohnhäuser statt. Auch die schon 1959 auf dem Spielbudenplatz errichtete Tankstelle zieht in die Taubenstraße.

Weiter zum Fakten-Flugblatt

Folgetreffen "St. Pauli selber machen!"

18.02, 19 Uhr Kölibri

Die Stadtteilversammlung „St. Pauli selber machen!“ am 08.02. im Ballsaal des FC St. Pauli war ein voller Erfolg.

Jetzt machen wir weiter! Macht mit!

Ihr wollt weiter Pläne schmieden, Aktionen vorbereiten, gemeinsam aktiv werden? Dann kommt zum Folgetreffen "St. Pauli selber machen!"

Wann: Dienstag, 18.02.2014, 19 Uhr

Ort: Kölibri (Hein-Köllisch-Platz 11)

Bring gerne Freund_innen und Nachbar_innen mit!

Wer in den Info-/Mailverteiler eingetragen werden will:
Mail an info@initiative-esso-haeuser.de mit Betreff "Info-Verteiler St. Pauli"

Kein Abriss ohne Garantien*

Kundgebung Esso-Häuser 15.02, 15 Uhr

So ein Scheiß! Mit der Esso-Tanke ist am Mittwoch ein weiterer Kiez-Ort verschwunden. Weg, für immer: kein nächtliches Eis oder Franzbrötchen, keine überteuerte H-Milch, keine tiefergelegten Schlitten beim waschen & betanken mehr. Wer aus Hamburg und Umgebung hat sich nicht in seiner Jugend an “der Tanke” mit Biervorräten für den taschengeldbeutelschonenden Reeperbahnbummel eingedeckt?

Als wäre das nicht genug, gibt’s von der Bayerischen Hausbau, von Behörden und Bezirk bis jetzt noch keine:

* vertragsbewehrten Garantien für Läden und Bewohner der Esso-Häuser, zu den bisherigen (oder besseren) Kondition zurückkehren zu können. Und der hastige Abriss begünstigt die Eigentümer weiter gegenüber den geschädigten Mieter_innen.

Lese den kompletten Text auf der Seite von SOS S. Pauli

Wuchtige Stadtteilversammlung St. Pauli: Resolution verabschiedet, Widerstand angekündigt

09.02.14

Initiative ESSO-Häuser, SOS St. Pauli, Gezi Park Fiction und verschiedene Fanorganisationen des FC St. Pauli haben zur großen Stadtteilversammlung geladen

In einer vielfältigen und mit 400 Teilnehmer_innen voll besuchten Stadtteilversammlung, kündigen die Sanktpaulianer_innen weiteren Widerstand an. “Ihr vertetet uns nicht mehr!”, sprach ein Teilnehmer dem Senat & Bürgerschaft jegliche Legitimation ab. “Wir wollen Eure Bauvorhaben nicht!”. Unter begeistertem Applaus wurde eine Resolution verabschiedet, die vom Senat und Bezirk Garantien fordert, bevor die Häuser fallen.

Weiter zum Bericht über die Versammlung auf der Seite von SOS St. Pauli

Die verabschiedete Ballhaus Resolution findet sich hier

ESSO-Häuser: Zweifel an Abrissgenehmigung

28.01.14

Warum veröffentlicht der Bezirk nicht die Ergebnisse aller statischen Untersuchungen?

„Bis heute hält der Bezirk die Belege darüber zurück, was Ursache und Auswirkungen der Erschütterungen gewesen sein könnte und in welchem Zustand die ESSO-Häuser nach der Erschütterung wirklich sind“, stellt Oxana Smakova von der Initiative ESSO-Häuser fest. „Damit bleibt undurchsichtig, ob die Evakuierung unausweichlich war und der Abriss wirklich zwangsläufig ist.“ Solange sich der Bezirk bedeckt halte, seien, so Smakova, die Zweifel an den Behauptungen von Bezirksbürgermeister Andy Grote und der Bayerischen Hausbau nicht ausgeräumt: „Wir fordern den Bezirk deshalb auf, die Ergebnisse der Untersuchungen unverzüglich offenzulegen.“ Die Öffentlichkeit, nicht nur in St. Pauli, habe ein Recht darauf, die Grundlagen von Verwaltungshandeln zu erfahren. „Wer Transparenz verweigert, schürt Zweifel und handelt gegen Allgemeininteressen.“

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Pressemitteilung der Initiative ESSO Häuser zur geplanten Räumung der ESSO-Häuser

06.01.2014

Die Initiative Esso Häuser fordert die Offenlegung der Untersuchungen zur Ursachenklärung und mahnt Veränderungen bei der Unterbringung und Umsetzung gerade besonders bedürftiger MieterInnen an. Sie fragt, warum sich der Bezirk die Bedingungen der Neugestaltung von der Bayrischen Hausbau diktieren lässt und weist auf Alternativen hin.

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Aus unserer Sicht:

23.12.13

Stellungnahme der Initiative ESSO Häuser zur Demonstration Rote Flora verteidigen - Esso-Häuser durchsetzen! Gegen rassistische Zustände – Bleiberecht für alle! am 21.12.2013, Hamburg

Seit der überstürzten Räumung der Esso-Häuser ist eine Woche vergangen. Seitdem arbeiten einige von uns ohne Unterlass, unterstützen die evakuierten Bewohnerinnen und Bewohner psychologisch, rechtlich und halten die Kommunikation aufrecht. Wir sind wütend über die fehlende Unterstützung des Bezirks und über die Parteinahme für die Investoren, die rechtlich verantwortlich sind für die jetzige Situation.

Gemeinsam mit anderen Initiativen aus der Recht auf Stadt Vernetzung Hamburg haben wir dazu aufgerufen, unter dem Motto "Recht auf Stadt kennt keine Grenzen" einen bunten Block der Demonstration von der Flora zu den Esso-Häusern zu bilden. Doch die Route zum Spielbudenplatz wurde kurz vor Start verboten, die Demonstration von der Polizei daran gehindert, überhaupt loszugehen.

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ESSO-Häuser: Ein Zittern. 5 Minuten zum Packen. Evakuierung.

19.12.13

Hintergrundtext von SOS St. Pauli zu den Vorkommnisse an den ESSO-Häuser

…14 Stunden später stehen sie vor den laufenden Kameras der Presse: Bezirksamtsleiter Andy Grote und Bayerische Hausbau Manager Taubenberger. 14 Stunden nach einer polizeilichen Räumung ohne Beispiel. 14 Stunden nachdem offenbar geworden ist, dass die herausgezögerte Sanierung der Häuser Menschenleben aufs Spiel gesetzt hat. 14 Stunden danach: der SPD Politiker und gelernte Anwalt Grote steht im Erdgeschoss der “Tanzenden Türme” und widerspricht nicht, als dem Esso-Häuser-Vermieter diese Worte über die Lippen kommen: “An geldliche Entschädigung oder ähnliches ist nicht gedacht”.

Lese den Text auf der Webseite von SOS St. Pauli

Solidaritätserklärungen

19.12..13

Gängeviertel und Centro Sociale erklären sich solidarisch mit den ESSO-Häuser MieterInnen und fordern genossenschaftliche Lösung

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Kaputtbesitzen darf sich nicht lohnen!

18.12.13

Das Resultat von Profitstreben und mangelnder Verantwortung:
ESSO-MieterInnen verlieren ihr Zuhause, Gewerbetreibende stehen vor dem Nichts

Die Initiative ESSO-Häuser erklärt: Der gewinnorientierte Umgang mit Wohnraum hat Menschenleben gefährdet. Der Zustand der ESSO-Häuser wurde in Kauf genommen, um teurer, größer, profitträchtiger neu bauen zu können. Die Hamburger Politik muss ein Signal setzen – jetzt!

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RA Bernd Vetter hat Anzeige gegen die Bayerische Hausbau wegen Verstoß gegen das Wohnraumschutzgesetzt gestellt

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Spekulation auf Abriss gefährdet Menschenleben

15.12.13

ESSO-Häuser gehören in öffentlich-genossenschaftliche Hände

In der Nacht von Samstag auf Sonntag sind die ESSO-Häuser inkl. der Gewerberäume präventiv durch die Polizei geräumt worden. Grund waren von MieterInnen gemeldete Erschütterungen in einem der Wohngebäude. Die MieterInnen wurden notfallmäßig evakuiert und in einer Turnhalle untergebracht.

Dieser Notstand ist das Resultat einer jahrzenterlangen Vernachlässigung durch die Eigentümer. Die Logik der Investoren und der Politik, die Häuser verfallen zu lassen und auf den Abriss zu spekulieren, gefährdet die BewohnerInnen und Gewerbetreibenden. Die ESSO-Initiative hat schon vor Wochen eine Anzeige wegen Verstößen gegen das Hamburigsche Wohnraumgesetz gestellt. Diese Anzeige wurde vom Bezirksamt als nichtig erklärt.

Dieser Vorfall zeigt, dass es verantwortungslos ist, die Häuser weiterhin im Privateigentum der Bayerischen Hausbau zu belassen.

Wir fordern analog zum Gängeviertel eine öffentlich-genossenschaftliche Lösung.

Esso-Häuser St. Pauli: Es geht um die Stadt - es geht ums Ganze!

Die Bayerische Hausbau kündigt allen GewerbemieterInnen.

27.09.2013

Von ehemals zugesagtem Rückkehrrecht ist keine Rede mehr!

Anfang der Woche hat die Bayerische Hausbau GmbH (BHG) allen GewerbemieterInnen mitgeteilt, dass ihre Verträge zum 31.3.2014 gekündigt werden. Ein in früheren Gesprächen zugesagtes Rückkehrrecht wurde widerrufen. Als Grund gibt die BHG die geäußerten Forderungen seitens der Politik nach einem Sozialwohnungsanteil von 50% und dem Wegfall der Eigentumswohnungen an. Somit werden nun die MieterInnen gegen die Gewerbe-mieterInnen ausgespielt und der Bezirk gegen die Betroffenen.

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ESSO-Häuser St. Pauli! - Wie weiter?

13.08.13

Sanierung prüfen, solange gilt: „Kein Abriss“ - es geht ums Ganze!

Im Juni hat das vom Bezirk zur Klärung des Konfliktes um die ESSO Häuser in Auftrag gegebene Gutachten festgestellt, dass die Häuser in einem teilweise kritischen Zustand sind und ein erheblicher Sanierungsbedarf besteht. Das Gutachten weist auch unmissverständlich daraufhin, dass „fehlende Instandhaltungsmaßnahmen ursächlich für den derzeitigen Zustand der Gebäudehülle sind“.

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Sanierung prüfen! Bis dahin gilt: KEIN ABRISS DER ESSO HÄUSER!

Mi., 14.08.2013

Öffentliche Informationsveranstaltung des Bezirks Mitte zu den "ESSO-Häuser". Wir kommen auch!

Am kommenden Mittwoch den 14. August wird der Bezirk Mitte die Gutachten-Ergebnisse zu den ESSO Häusern öffentlich im Ballsaal des Millerntorstadions vorstellen. Der Eingang zum Ballsaal befindet sich in der Budapester Straße. Einlass ist ab 18.00 Uhr, Beginn um 19.00 Uhr.

Die Erstellung eines solchen Gutachtens wurde u.a. durch die Initiative erwirkt. Die Ergebnisse sollten als Diskussionsgrundlage über die Zukunft der Häuser genutzt werden. Bezirk und Bayerische Hausbau konstruieren nun öffentlich vermeitliche (Kosten-)Sachzwänge die sie aus den Ergebnissen ableiten. Ihr Motto: Gutachten bestätigt: Häuser müssen abgerissen werden. Wer sich eingehender mit dem Gutachten beschäftigt wird jedoch feststellen, daß die Ergebnisse keinesfalls bestätigen das Abriss die einzige Option ist. Es gilt die durch das Gutachten ersichtlichen Sanierungsoptionen zu prüfen. Das Gutachten war nicht als Grundlage für Tabularasa-Entscheidungen gedacht, sondern als Diskussionsgrundlage über die Zukunft der Häuser!

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Zustand der ESSO-Häuser wird aufgrund nicht erfolgter Instandhaltung als kritisch bewertet. Die Initiative Esso-Häuser warnt vor voreiligen Schlussfolgerungen

15.06.2013

Erklärung der Initiative ESSO-Häuser zum veröffentlichten Gutachten

Das gestern den Mieter_innen vorgestellte Gutachten macht deutlich, dass sich die ESSO-Häuser in einem kritischen Zustand befinden. Es benennt dabei auch die Verantwortlichen. Sowohl die Vorbesitzer Familie Schütze, als auch die Bayerische Hausbau – Eigentümerin seit 2009, sind zu keinem Zeitpunkt ihrer gesetzlich vorgeschriebenen Instandhaltungspflicht nachgekommen. Wenn nun vorschnell dem Abriss das Wort geredet wird, würden die Eigentümer, die offensichtlich völlig unbehelligt von der Bauaufsicht ihre Gebäude verwahrlosen lassen konnten – unter Inkaufnahme einer Gefährdung der Mieter –mit einer Abrissgenehmigung für ein solches Verhalten belohnt. Die Initiative hat schon seit Jahren auf die dringende Notwendigkeit von Instandhaltungsmaßnahmen hingewiesen.

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Wissenschaftler_innen, Architekt_innen und Kulturschaffende aus ganz Deutschland fordern: „Kein Abriss der ESSO-Häuser!“

10.06.2013

Manifest für den Erhalt der Esso-Häuser veröffentlicht

125 Wissenschaftler_innen aus den Bereichen Soziologie, Stadtplanung, soziale Arbeit und Architektur, sowie Kulturschaffende und Architekten aus ganz Deutschland mischen sich mit einem Mani­fest in Hamburgs Stadtentwicklungspolitik ein. Die Kernforderung: Kein Abriss der ESSO-Häuser!

Der Text, der sich für den Erhalt des Nachkriegsensembles ausspricht, wird am Montag den 10. Juni 2013 der Öffentlichkeit vorgestellt. „Wir wissen, wir sind nicht alleine mit unserer Forderung nach einer anderen Baupolitik, nach einer Stadt für alle. Die Herausforderung besteht heute darin, antizyklisch zu handeln und die stark zu machen, die sich die Stadt, die Viertel, die Orte nicht bloß gekauft haben, sondern ihnen ihre Vielfalt und Unverwechselbarkeit geben. Deshalb: Kein Abriss der Esso-Häuser!“ resümiert der Text – ein Konsens, den namhafte Unterzeichner_innen aus den verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen teilen.

Das Manifest, die komplette Unterstützer_innenliste ist ab sofort hier verfügbar

Die ESSO-Häuser - Der Film

Dokumentarfilm über die Auseinandersetzung um die ESSO-Häuser in Arbeit

Das Filmteam von Empire St. Pauli ist dabei einen neuen Film zu machen, und zwar über die ESSO-Häuser und über unsere Ini! Zwei Kurzfilme (der Trailer und ein Film über unsere Wunschproduktion) sind schon erschienen. Um den Film so zu realisieren, wie sie sich das vorstellen, fehlt es noch an Geld.

Alle Infos zum Film und Spendenmöglichkeiten gibt es auf der Filmseite

Die Kurzfilme finden sich hier

Echo-Häuser Song jetzt als Single

28.04.13

Wie passend! Rechtzeitig zur Demo gibt es jetzt den Echo-Häuser Song als Single. Die Vinyl-Single wird auch auf der Demo verkauft, ansonsten könnt Ihr sie z.B. im Selekta Shop (Bartelstr. 11) kaufen.

Den Flyer zur Single

Aktuelle Infos zur Demonstration am 28.04.

26.04.2013

15:30 Auftaktkundgebung Budapester Str./Höhe Südkurvenvorplatz

16:00 Start Demonstration mit der Route: Budapester Str. – Clemens Schulz Str. – Annenstr. – Paulinnenplatz – Wohlwillstr. – Paul-Roosenstr. – Grosse Freiheit – Simon von Uetrecht Str. – Holstenstr. – Reeperbahn – Spielbudenplatz

ca. 17:30/18:00 Uhr Abschlusskundgebung Spielbudenplatz u.a. mit EchoHäuser-Song-Contest, VERSTÄRKUNG! Megafonchor, Schwabinggrad Ballett, Melissa Logan (Chicks on Speed), ...

Weitere Infos auch im Indymedia-Artikel

Drei HamburgerInnen drehen Doku über die ESSO-Häuser

24.04.2013

Artikel in der Hamburger Morgenpost

In der Ausgabe vom 24.04.2013 berichtet die MOPO über das Dokumentarfilmprojekt "Die ESSO-Häuser - Der Film"

Lese den Artikel hier als PDF

Pressemitteilung des Bündnis "ESSO-Häuser bleiben"

24.04.2013

Demonstration von Fans und Stadtteilinitaitiven am 28.04.2013

ESSO-Häuser sind überall. Keine Zwangsräumungen, kein Abriss. Wohnraum ist keine Ware!

Das Bündnis "ESSO-Häuser bleiben" ruft zur Demonstration am 28.04., 15:30 Uhr vor dem St. Pauli Stadion auf.

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UPDATE: Stadtteildemo zu den ESSO-Häusern

22.04.13

Die Vorbereitung zur Demonstration am 28.04 laufen auf Hochtouren! Mehr als 40 Gruppen rufen inzwischen mit zur Demo auf. Neben der Kampagne "Flora bleibt unverträglich" haben auch die Sozialromantiker einen eigenen Aufruf verfaßt. [Aufruf der Kampagne Flora bleibt unverträglich | Aufruf der Sozialromantiker St. Pauli].

Inzwischen gibt es auch ein Plakat zur Mobilisierung. Die PDF kann ausdruckt werden und in der Nachbarschaft in Kneipen, Hausflure und Fenster gehängt werden. [Plakat als PDF]. Ab Mittwoch wird es auch Flugblätter geben. Die liegen dann im Schanzenbuchladen (Schulterblatt 55) oder bei der GWA St. Pauli (Hein-Köllisch-Platz 11). Auf Indymedia findet sich ein Artikel zur Demo [Indymedia-Artikel].

Die Demo versteht sich übringens auch als Teil der Protestkulturwoche!

 

United we stand - divided we fall

28.4.: Demonstration ESSO-Häuser bleiben!

Neben der Initiative ESSO-Häuser haben sich verschiedene Stadtteilinitiativen und Gruppen aus der St. Pauli Fanszene dazu entschieden, für den 28.4. (nach dem Fußballspiel vom FC St. Pauli) eine Demonstration vom St. Pauli Stadion zu den ESSO-Häusern zu machen.

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Alternativen entwicklen! Für einen sozial-verträglichen Umgang mit den ESSO-Häusern

13.04.2013

Die Initiative ESSO Häuser begibt sich auf Inspirationsreise nach Paris.

Vom 13.-16.4 wird eine kleine Delegation der Initiative ESSO-Häuser nach Paris reisen, um dort den Tour Bois le Prêtre zu besichtigen und sich mit der Architektin Anne Lacaton auszutauschen. Der Umbau des 17-stöckigen Hochhauses gilt als innovatives, wegweisendes Beispiel für einen Umgang mit Nachkriegsbauten, jenseits einer Abriss-Neubau-Ideologie.

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Bezahlbares Wohnen durch Neubau?
Mieterinnen und Mieter ziehen Bilanz

Veranstaltung zur SPD-Wohnungspolitik in Hamburg, 25. April 2013 - 19:00, Planet Pauli, Spielbudenplatz 7- 11

Der Senat unter Olaf Scholz ist im März 2011 mit dem Versprechen angetreten, das Problem mangelnden Wohnraums und steigender Mieten in Angriff zu nehmen. Damit reagierte er auf eine verbreitete Unzufriedenheit ebenso wie auf die Proteste der Bewegung für ein „Recht auf Stadt“. Der Weg zu bezahlbarem Wohnraum heißt für die SPD seitdem: Neubau, Neubau, Neubau – notfalls „auch gegen den Bürgerwillen“ (Hamburger Abendblatt). Das Wohnungsbauprogramm des Senats sieht 6.000 neue Wohneinheiten pro Jahr vor, darunter 1.200 öffentlich geförderte mit Einstiegsmieten von 5,90 Euro/qm. Inzwischen versuchen Scholz und Peer Steinbrück auch auf Bundesebene mit dem Thema zu punkten und sich im Wahlkampf über Bundesratsinitiativen beispielsweise zu Maklergebühren als Partei der Mieterinnen und Mieter zu inszenieren. Die Versprechen sind groß. Doch was hat der Senat bisher umgesetzt?

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Instandsetzung jetzt!

20.02.2012

Stellungnahme der Initiative ESSO Häuser zur Anordnung des Bezirksamt Hamburg Mitte

Gestern ist bekannt geworden, dass die Tragfähigkeit einiger Balkone der ESSO-Häuser nicht mehr gewährleistet ist. Die Balkone sind daraufhin gesperrt worden. Diese Tatsache zeigt erneut, wie fahrlässig die Bayerische Hausbau mit den 2009 erworbenen ESSO-Häusern umgeht.

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"Echohäuser" der Soundtrack für den Erhalt

02.02.2013

"...united we stand, divided we fall"

Spiegel Online veröffentlicht das geniale "Echohäuser"-Video in einem kritischen Artikel anlässlich der Wiedereröffnung des Mojo-Clubs. Eine Release Party wird es ebenfalls geben. Diese findet am 07.02.13 im Komet statt und ihr seid herzlichst eingeladen.

Hier geht es zum Video

Diskussionsgrundlage schaffen!

19.01.2013

Erklärung der Esso Initiative zur aktuellen Diskussion über das von der Politik in Auftrag gegebene Gutachten

Hamburg, den 17.01.2013: Am 11.01.2013 berichtet das Hamburger Abendblatt über das in Auftrag gegebene Gutachten zum Zustand der ESSO-Häuser [www.abendblatt.de/Keine-Chance-fuer-die-Esso-Haeuser]. Zu der Berichterstattung und der aktuellen Diskussion über das von der Politik in Auftrag gegebene Gutachten erklärt die Initiative ESSO-Häuser folgendes:

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Große SOS St. Pauli Gala gegen schmutzige Investoren-Phantasien

29.12.2012

Am Freitag den 7.12.2012

Nähere Informationen dazu hier...

Irrtümer über die ESSO Häuser

29.11.2012

Unsere Gegendarstellung zu den häufig auftretenden Irrtümern

In ganz Hamburg häufen sich Fehlinformationen über die Esso-Häuser, ihre BewohnerInnen und die Mitaktivisten. Hier ist eine kleine Auflistung und Richtigsellung der fehlerhaften Behauptungen.

Weiter zu den Irrtümern

Ey Bayern, checkt das: Tanke bleibt !

28.11.2012

Ein Lehrstück über den Kampf gegen die Gentrifizierung aus dem Hamburger Stadtteil St.Pauli. Von Ted Gaier, Hamburg

Dies ist die Langversion eines Artikels von Ted Gaier, der im Juni 2012 in der WOZ erschienen ist. Den WOZ-Artikel findet ihr hier: WOZ: Die Muppets sind erfolgreich renitent

In quasi allen erfolgreichen Kinderfilmen der letzten Jahre geht es um Gentrifizierung Ob bei Shrek, Madagaskar oder den Muppets. Immer drängt eine böser, geldgieriger Investor in ein sympathisch heterogenes soziales Milieu. Den Identifikationsfiguren droht die Vertreibung. Der Kampf Gut gegen Böse beginnt und am Ende siegen Werte wie Freundschaft, Solidarität und Diversität über die Logik des Geldes. Der Investor wird vertrieben. Das Paradox, dass diese Filme eigentlich immer von den verkommensten Cooperations unter die Leute gebracht werden, will ich hier mal vernachlässigen. Ein Paradox mit dem wir StadtteilaktivistInnen uns rumzuschlagen haben ist der Fakt, dass auch wenn ein allgemeiner Konsens über den Charme, oder die Einzigartigkeit eines gewissen Stadtteils besteht, es nichts nutzt.

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Hamburg und München – Gemeinsamer Protest gegen die Bayerische Hausbau

07.03.2012

Die Initiative ESSO-Häuser aus Hamburg St.Pauli und das Hamburger Bündnis „Mietenwahnsinn stoppen“ haben am Montag, den 05.03.2012, den Sitz der Bayerischen Hausbau in München einen Besuch abgestattet. ...

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ABRISS DER BAYERISCHEN HAUSBAU IN LETZTER MINUTE VERHINDERT! HAMBURGER INITIATIVEN ZU GAST IN MÜNCHEN!

06.03.2012

Bericht der Aktion und Überblick über die Presseberichterstattung ...

Am Montag dem 5. März 2012 haben Hamburger AktivistInnen aus der Initiative ESSO-Häuser und dem Bündnis ‚Mietenwahnsinn stoppen’ das Praktische mit dem Notwendigen verbunden und vor dem Gastspiel des FC St. Pauli bei den Münchener Löwen vor dem Sitz der Bayerischen Hausbau in Form einer kreativen Protestaktion ihrer Wut über den angekündigten Abriss der Esso-Häuser Ausdruck verliehen. ...

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Vor der Bayerischen Hausbau in München 1262

Fotos auf www.flickr.com

Protest gegen Abriss der Esso-Häuser

07.03.2012

ST. Pauli-Fansin München

Diese schräge Truppe ist kein verspäteter Faschingsumzug, sondern ein Trupp St. Pauli-Fans in München. Getreu dem Motto „Trage den Krieg zum Feind“ statten die fußballaffinen Aktivisten von „Mietenwahnsinn stoppen“ vor dem Auswärtsspiel am Montag der „Bayerischen Hausbau“ einen Besuch ab. ...

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Pressemitteilung

Hamburg, den 05.03.2012

Abriss der Bayerischen Hausbau in letzter Minute verhindert!

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Bayerische Hausbau lässt Runden Tisch platzen.

9.02.12

Stellungnahme der Intitiative ESSO-Häuser

Die Bayerische Hausbau lässt den Runden Tisch „ESSO-Häuser“ platzen und versucht mit Fehlinformationen der Initiative ESSO-Häuser öffentlich die Schuld für das Scheitern der Gespräche zuzuweisen. Richtig ist: die Initiative hat sich im Prozess des Runden Tisches keine Verzögerungstaktik vorzuwerfen, dass wird ihr auch von am Runden Tisch beteiligten Politikern bestätigt. Ebenso wird versucht zu lancieren, die Initiative vertrete Einzelinteressen. Dies kann entschieden zurückgewiesen werden. Der Initiative liegen bereits 57 Unterschriften von MieterInnen vor, die sich „gegen den Abriss“ aussprechen. Die Mitglieder der Initiative werden sich weiter dafür einsetzen wofür sie angetreten sind: Erhalt der Bausubstanz, Instandsetzung, unbefristete Mietverträge für alle MieterInnen und langfristige Mietverträge für die Gewerbetreibenden. An dem eigenen Konzept das u.a. eine Zusatzbebauung Richtung Kastanienalle vorsieht, wird weiter gearbeitet. Das Konzept wird im Frühjahr vorgestellt. Die Initiative wird sich darüber hinaus intensiv für eine Fortführung des Dialogs mit Politik und Stadtteilbevölkerung einsetzen.

Weiter zur ausführlichen Stellungnahme der Initiative
Download einer ausführlichen Chronologie der Ereignisse als pdf hier

Bayerische Hausbau lässt Runden Tisch platzen

07.02.2012

Zur Richtigstellung kursierender Presse- Artikel:

Auf der heute kurzfristig anberaumten Pressekonferenz kündigt die Bayerische Hausbau an, dass sie die Zusammenarbeit mit der Initiative ESSO-Häuser beendet. Grund dafür sei, die Weigerung der Initiative die Ergebnisse des Runden Tisches umzusetzen.

Wir von der Initiative sind von der Aufkündigung des gemeinsamen Gutachtens sehr bestürzt.

Fakt ist, dass die Initiative ESSO Häuser nach dem letzten Runden Tisch wie vereinbart ihre Anmerkungen zu dem Entwurf eines Gutachterauftragstextes allen Beteiligten vorgelegt hat.

Der Vorwurf der Bayerischen Hausbau, die Initiative wolle den Gutachter alleine bestimmen ist schlichtweg gelogen. Fakt ist auch hier, dass wir lediglich gesagt haben, dass es nach Aussage von uns hinzugezogenen Experten schwierig ist, ein einzelnes Gutachter-Büro zu finden, das dieses umfangreiche Projekt allein prüfen kann. Außerdem muss man sich unserer Ansicht nach erst einmal auf den Auftragstext einigen, bevor es zu einem Auswahl an Gutachter kommt. Diesen Einigungsprozess hat die Bayerische Hausbau frühzeitig abgebrochen. Dafür trägt sie die alleinige Verantwortung!

Weiterhin behauptet die Bayerische Hausbau, dass die Initiative nur eine Minderheit der MieterInnen vertritt. Auch hier ist Fakt, dass der Initiative 57 Unterschriften von MieterInnen vorliegen, die sich „für den Erhalt und die sofortige Instandsetzung der Gebäude“ und „gegen den Abriss der ESSO-Häuser“ aussprechen.

Noch ist der Abriss nicht entschieden!

Der Kampf um die Häuser geht in die nächste Runde!

Wir werden euch auf dem Laufenden halten.

Eure Initiative ESSO- Häuser

Freie- und Abrissstadt Hamburg - von der Zukunft der Esso-Häuser

27.09.2011

Für die Bündnisdemonstration "Mietenwahnsinn stoppen - Wohnraum vergesellschaften" gibt es neben dem gemeinsamen Bündnisaufruf mehrere Aufrufe von Gruppen aus dem Bündnis. Hier ist der zu den Esso-Häsuern in St. Pauli

Hamburg, die Stadt am Wasser, das Tor zur Welt, von vielen liebevoll ihre Perle genannt. Und mittendrin der 6190 qm große Schandfleck, auch bekannt unter den Namen Esso Häuser. Ein hässlicher, verkommener Wohnblock über der berühmtesten Tankstelle Deutschlands. 2009 gerät es endlich in liebevolle Investorenhände, die beschließen dem Grauen ein Ende zu setzen. Die Bayrische Hausbau GmbH nimmt sich dem architektonischen Elend an und geht somit entschlossen gegen den allgemeinen Verfall auf St. Pauli vor. Die Stadt kann aufatmen.

Doch die Initiative Esso Häuser, ein Zusammenschluss aus kampfbereiten Mieter_innen, arbeitslosen Künstlern und zwielichtigen Gewerbetreibenden setzt zu linkspropagandistischem Gezeter an.

Die Offiziellen meinen: Was soll denn dieses Gejammer immer? Das Wachstum einer Großstadt, insbesondere einer prosperierenden wie Hamburg ist völlig natürlich. Ebenso natürlich muss altes dem neuen weichen. Man kann doch nicht jede Bruchbude unter Denkmalschutz setzen, nur weil sie älter als 10 Jahre ist. Stadtentwicklungsbeauftragter Andy Grote (SPD) weiß, die Nachkriegsgebäude sind „ahistorisch“. Die Nachkriegszeit gab es also nicht? Aha. Außerdem sind die Häuser hässlich, ist das qualifizierte Argument vieler Politiker_innen. Grund genug, die Häuser abzureißen und damit über 110 Mieter_innen umzusetzen. Na Schwamm drüber, schließlich will die Bayerische Hausbau GmbH mehr Wohnraum schaffen, wenn auch privatisierten und daher teureren, sowie Platz für kiezaffines Gewerbe. Kiezaffin , sowie jetzt die Esso-Tankstelle, das Molotow, das Planet Pauli oder Autohotel? Zumindest nachempfunden, so das Versprechen.

Also eigentlich so wie früher? Nur besser, schöner und dank selbstlosem Machtwort der SPD, mit 30% Sozialwohnungsanteil, so dass auch die ehemaligen Mieter sich die neuen, besseren Wohnungen leisten können. Vorausgesetzt, dass sie Anspruch drauf haben und nicht zu mehr als der Hälfte der Mieter_innen gehören, die nach Erfahrungswerten von Mieter helfen Mietern, nach einer Umsetzung nicht zurückkehren. Dass die Neubebauung mit 70% Anteil an privatisiertem Wohnraum, erneute Mietsteigerung in der gesamten umliegenden Nachbarschaft nach sich ziehen wird, stört keinen großen Geist.

Also weiter kalte Glasbauten aus dem Boden sprießen lassen, die von einer sterilen Aura umgeben selbst in den unscheinbarsten Häusern unerschwingliche Mietpreise innerhalb ihres mächtigen Radius herbeizaubern.

Was ist aber wenn wir auch noch in Zukunft ein St. Pauli der Unterschiedlichkeit antreffen wollen? Müssen wir dafür ins St.Pauli Museum, um etwas in der Vorstellung wieder aufleben zu lassen, was gerade unwiederbringlich zerstört wird? Werden die Charaktere die St. Pauli prägen nur noch am Stadtrand anzutreffen sein, ganz nach dem Motto: „Randgruppen an den Rand“?

Wir fordern: Kein Abriss der ESSO Häuser, Wohnraum für alle, keine Verdrängung! Vielfalt und Toleranz sind keine soziale Utopie, sondern bei nachhaltiger Stadtplanung durchaus möglich und nötig.

Visionen von St. Pauli

09.08.2011

Video Artikel

Ein Kiezbummel im Jahr 2021 mit Bezirksamtschef Markus Schreiber ...

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Elbdisharmonie 2011

Postkartenkampagne

Hamburg, Juni 2011

HIE SAMMA BEINAND HIE BLEIBMA

Mit der Postkartenkampagne verbreiten wir die Positionen und Perspektiven der Initiative im gesamten Stadtteil und über den Stadtteil hinaus.

4 Mieterinnen, 3 Mieter, unsichtbare Haustiere und ein Familienunternehmen sind porträtiert. Es ist euch freigestellt die Postkarten auch an Politiker_innen aller Fraktionen zu schicken.

Weiter zur Postkartenkampagne hier

Kein Abriss

Tanz der Häuser: Solidaritätsparty.

Gegen Investorenphantasien und Abrisspolitik - für den Erhalt
der Esso Häuser Spielbudenplatz und das "Konzept freundliche Übernahme/ NoBNQ"

Flyer

Bring back Sankt Pauli - Reclaim your Club and Viertel! Fans und ein ganzes Viertel sehen Rot und schlagen gemeinsam zurück!

Steffen Jörg - Mitarbeiter Stadtteilpolitik

Nicht nur beim FC Sankt Pauli rumort es gerade gewaltig in der Fanszene über eine zunehmende Kommerzialisierung - vielmehr ist auch ein ganzes Viertel von einer zunehmenden Ökonomisierung betroffen. Zählte der Stadtteil Sankt Pauli noch vor einigen Jahren zu den ärmsten Stadtteilen in Deutschland, ist er für viele Menschen tatsächlich unbezahlbar geworden. Es wird Zeit diesen Entwicklungen gemeinsam entschieden entgegenzutreten!

BRING BACK SANKT PAULI - RECLAIM YOUR CLUB AND YOUR VIERTEL! FANS UND EIN GANZES VIERTEL SEHEN ROT UND SCHLAGEN GEMEINSAM ZURÜCK!

RECLAIM YOUR CLUB
Die Entwicklung beim FC Sankt Pauli kennt gerade nur eine Richtung. Auf der Suche nach immer neuen Absatzmärkten und Umsatzsteigerungen bleiben zunehmend die gemeinsamen und zwischen der Fanszene und dem Verein ausgehandelten Ideale auf der Strecke. Der Verein richtet sich mit seinem Vorgehen nicht mehr an die Bedürfnisse von MitgliederInnen, Alteingesessenen und jungen Fans. Vielmehr werden diese Menschen zunehmend durch immer weiter steigende Ticketpreise aus dem Stadion gedrängt. Anstatt vermehrt bezahlbare Steh- und Sitzplätze zu bauen, hat das Millerntor nach bisher zwei neugebauten Tribünen schon jetzt mehr Business-Seats als die ?Allianz-Arena? des FC Bayern. Das Ziel, so scheint es, ist eine perfekte Kulisse für den idealen Konsumenten, den es gar nicht gibt, aber geben soll.
Eine kritische Fanmasse ? die sich auch politisch in Prozesse mit einbringt ? wirkt in diesem Zusammenhang eher störend. Vielmehr sollen die aktiven Fans fahnenschwenkend eher als Rahmen dienen für den/die ?ideale ZuschauerIn?, die als gerngesehene KonsumentInnen in den Séparés oder Business-Seats umgarnt werden. Immer schneller dreht sich in letzter Zeit der Kreisel des Marketings: Ob ein Getränk mit dem Namen ?Kalte Muschi? als offizieller Vereinssponsor; eine Loge, wo bei jedem Tor eine Tänzerin die ?Hüllen fallen lässt? (welches beides ganz klar gegen die Leitlinie des Vereins gegen Sexismus im Stadion verstößt) oder immer neuere Werbeformen im Stadion (Blau.de). Der Verein lotet anscheinend gerade immer wieder neu aus, wie weit er dieses Spiel der kompletten Vermarktung noch treiben kann. Mit ?not established since 1910? hat das schon lange nichts mehr zu tun ? dieser Satz verkommt immer mehr zu einer Farce.

Wir stellen uns dieser Entwicklung entschieden entgegen: Wir wollen einen Verein, der sich wieder nach den Bedürfnissen der Fans richtet und sich zu den gemeinsam beschlossenen Leitlinien klar bekennt, ohne sie immer weiter zu umschiffen. Für uns ist jedoch wichtig, die ?Schlacht? nicht nur im Stadion, sondern auch auf der Straße zu führen. Kämpfe um gemeinsame Werte und Ideale lassen sich nun mal nicht allein im Stadion austragen und gewinnen. Entern wir das Stadion! Entern wir die Straßen!
Die ?Sozialromantiker? haben es geschafft, in wenigen Tagen über 3.700 Menschen für ihre Petition zu sammeln und hinter dem Symbol des Jolly Rouge und dem dazugehörigen Slogan ?Bring Back Sankt Pauli!? noch viel mehr Menschen hinter sich zu vereinen. Wie heißt es so schön in der Petition: ?Die Zeit der Treffen ist vorbei. Es reicht!? Lasst uns diese ungeahnte Energie nutzen und gemeinsam nach dem Unmöglichen greifen:
BRING BACK SANKT PAULI! JETZT ODER NIE!

RECLAIM YOUR VIERTEL
Für uns ist jedoch wichtig, die Entwicklung um den Verein nicht getrennt von den Veränderungen im Stadtteil zu sehen. Für uns ist dabei der Stadtteilverein untrennbar mit seinem Viertel verwoben. Ob nun die Auseinandersetzungen um die Hafenstraße, die Räumung des Bauwagenplatzes Bambule im Karoviertel oder der geplante Neubau des Sport-Doms in den 90ern: Die Proteste wurden immer von dem Stadion in den Stadtteil und auch umgekehrt vom Viertel ins Stadion getragen, wie z. B. die nicht ganz unbekannte Flagge mit dem Totenkopf. Gravierende Veränderungen im Viertel waren auch immer im Stadion zu spüren. Die StadionbesucherInnen waren dabei auch immer ein Querschnitt aus den BewohnerInnen des Viertels, worauf auch der Verein immer stolz war.. Gerade heute lässt sich eben nicht nur für den FC Sankt Pauli feststellen, dass der Verein zunehmend kommerzialisiert wird. Auch der Stadtteil ist einer verstärkten Veränderung ?von oben? ausgesetzt, ohne dabei die Menschen vor Ort mit einzubeziehen. So wie sich die Gesichter am Millerntor mit der Einführung der Logen und Business-Seats immer mehr verwandeln, verändert sich auch die Zusammensetzung der Leute, die auf Sankt Pauli wohnen. Besonders dieser Stadtteil wird immer weiter nach ökonomischen Kriterien ?durchgestylt?. Menschen, die sich die explodierenden Mieten im ?Szenekiez? nicht mehr leisten können, werden einfach verdrängt. Insbesondere die Menschen, die den Stadtteil ausmachen und den Verein in den letzten beiden Jahrzehnten so stark geprägt haben, bleiben bei dieser Entwicklung auf Strecke: Viele von ihnen mussten schon umziehen oder können sich zunehmend ihre Mieten in ?ihrem? Stadtteil nicht mehr leisten. Aktuell wird dieser Prozess der Verdrängung an verschiedenen Großprojekten deutlich. AnwohnerInnen wehren sich zum Beispiel dabei entschlossen gegen das von Investoren geplante "Bernhard-Nocht-Quartier". Auch die unmittelbaren NachbarInnen und Gewerbetreibende der sogenannten ?Esso-Häuser? sind von Plänen eines Großinvestors betroffen.
Ob die ?Tanzenden Türme?, eine geplante St. Pauli Music Hall, das Riverside Hotel oder auch der leer stehende ?Astra-Turm?: Für viele ist in dieser ?schönen neuen Welt? auf Sankt Pauli kein Platz mehr. Auch die in unmittelbarer Stadionnähe und seit 20 Jahren besetzte Rote Flora, in der auch Veranstaltungen aus der Sankt Pauli Fanszene stattfinden, scheint neuerdings mal wieder von einer Räumung bedroht. Diese ganzen Entwicklung werden wir nicht mehr länger tatenlos hinnehmen. Für uns ist wie bei aktuellen Veränderungen des Vereins auch hier ein Punkt erreicht, an dem wir sagen: ?Es geht einfach so nicht mehr weiter. Wir sagen Stopp!? Wir wollen uns gemeinsam gegen den Ausverkauf von Sankt Pauli und einer Politik der Ausgrenzung entschieden entgegenstellen und setzen dem ein Recht auf Stadt für alle entgegen, unabhängig von Alter, Nationalität, Geschlecht, Aussehen oder Kontostand.

BRING BACK SANKT PAULI - RECLAIM YOUR VIERTEL!
Aus diesen Gründen rufen wir am Samstag nach dem Spiel des FC Sankt Pauli gegen den SC Freiburg um 18 Uhr zu einer Demo vom Millerntor durch den Stadtteil Sankt Pauli bis zum ?Bernhard-Nocht-Quartier?auf. Seid dabei laut, entschlossen, kreativ, bunt und vielfältig. Lasst uns auch auf der Straße zeigen, wie viele wir sind! Lasst uns gemeinsam unter der Flagge des Jolly Rouge und mit ganzer Kraft am Samstag die fast erloschene Flamme Sankt Pauli neu zum lodern bringen!

Für unseren Verein und für unseren Stadtteil! Nur gemeinsam lässt sich dieser Kampf gewinnen!


Wichtige Mitteilung
an alle BewohnerInnen von St. Pauli

Kommen Sie am 20.11.2010 um 11.00 zur Veranstaltung
wg. des ESSO-Geländes

Sie erhalten dieses Schreiben von den BewohnerInnen und Mitgliedern der Esso-Häuser-Initiative, mit der Bitte, uns zu unterstützen.

Uns geht es um die Wohnhäuser zwischen dem Spielbudenplatz und der Kastanienalle. Zu dem Grünstück gehören auch die Esso-Tankstelle und die Gewerbe des Spielbudenplatzes, wie Molotow, Hundertmark, Planet Pauli usw. Unsere Häuser wurden an die Bayerische Bau- und Immobilien Gruppe verkauft und nun soll das ganze Areal mit Unterstützung der Hamburger Politik abgerissen werden. An der Stelle unserer Häuser und Gewerbe sollen hier unter anderem Eigentumswohnungen, schicke Lokalitäten und ein neuer Glasklotz entstehen. Zwar ist bekannt, dass ein Teil sozialer Wohnraum werden soll, vermutlich wird die Mietbegrenzung jedoch nach einigen Jahren wegfallen.

Für viele von uns, darunter alte, kranke und arme Menschen, bedeutet ein Umzug einen massiven Einschnitt in ihr Leben. Auch für Gastronomen geht es um ihre Existenz. Auf Kosten von den hier lebenden Menschen soll einmal wieder rücksichtsloser Profit gemacht werden. Daher ist ein Abriss für uns ausgeschlossen!

Wir sind der Meinung, dass die Politik nicht die Eigentümer dabei unterstützen muss, noch mehr Profit zu machen. Sie soll die Verantwortung für BürgerInnen und für den Stadtteil übernehmen und den Neubauplänen nicht zustimmen! Die in Mitte regierende SPD/GAL soll einfach tun, was sie selbst fordert: Sozialen Wohnungsbau fördern und erhalten, Eigentumswohnungen verhindern.

Ihnen sollte bewusst sein, dass das ganze Viertel von dem geplanten Vorhaben betroffen ist. Bezahlbarer Miet- und Gewerberaum wird verschwinden, ebenso wie alteingesessene Bevölkerung. Das Gesicht von St. Pauli wird wieder ein Stück mehr in Richtung anonymer, seelenloser Allerwelts-Glas-Stahl-Betonarchtitektur verunstaltet werden. Die bunte Mischung und das besondere Flair, dem das Viertel seine Berühmtheit verdankt, ist bald Geschichte, wenn wir nichts tun.

Was Sie tun können:

Kommen Sie am2 0.11.2010 um 11.00 in den Ballsaal des FC St. Pauli, 2. Stock der Südtribüne, Auf dem Heiligengeistfeld. Dort findet eine Veranstaltung mit den bayerischen Investoren statt. Diese Veranstaltung ist von dem Ablaufplan so gestaltet, dass vermutlich viele feierliche, geschliffene Worte fallen, eigentlich der Abriss schon entschieden ist, es aber keine klaren Absprachen und Zusagen bezüglich des konkreten Vorhabens geben wird. Wir bitten sie uns bei dieser Veranstaltung zu unterstützen. Kommen Sie und zeigen Sie den bayerischen Investoren, dass wir hier auf St. Pauli ihr Vorhaben nicht unterstützen und entschieden gegen die kommerzielle Veränderung von St. Pauli kämpfen werden.

Helfen Sie uns, hier zu bleiben. Helfen Sie dabei, St. Pauli vor dem Ausverkauf zu retten. Sanierung: Ja. Abriss: Nein!