Willkommen bei der Initiative Esso Häuser,
die Initiative gegen den Abriss der Esso Häuser.

Hier könnt ihr euch über die neusten Geschehnisse auf dem Laufenden halten, lesen was andere über uns schreiben, oder einfach mal eure Meinung sagen. Denn es geht um unseren
Ort zum Wohnen und Leben.

Hamburg und München – Gemeinsamer Protest gegen die Bayerische Hausbau

07.03.2012

Die Initiative ESSO-Häuser aus Hamburg St.Pauli und das Hamburger Bündnis „Mietenwahnsinn stoppen“ haben am Montag, den 05.03.2012, den Sitz der Bayerischen Hausbau in München einen Besuch abgestattet. ...

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ABRISS DER BAYERISCHEN HAUSBAU IN LETZTER MINUTE VERHINDERT! HAMBURGER INITIATIVEN ZU GAST IN MÜNCHEN!

06.03.2012

Bericht der Aktion und Überblick über die Presseberichterstattung ...

Am Montag dem 5. März 2012 haben Hamburger AktivistInnen aus der Initiative ESSO-Häuser und dem Bündnis ‚Mietenwahnsinn stoppen’ das Praktische mit dem Notwendigen verbunden und vor dem Gastspiel des FC St. Pauli bei den Münchener Löwen vor dem Sitz der Bayerischen Hausbau in Form einer kreativen Protestaktion ihrer Wut über den angekündigten Abriss der Esso-Häuser Ausdruck verliehen. ...

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Vor der Bayerischen Hausbau in München 1262

Fotos auf www.flickr.com

Protest gegen Abriss der Esso-Häuser

07.03.2012

ST. Pauli-Fansin München

Diese schräge Truppe ist kein verspäteter Faschingsumzug, sondern ein Trupp St. Pauli-Fans in München. Getreu dem Motto „Trage den Krieg zum Feind“ statten die fußballaffinen Aktivisten von „Mietenwahnsinn stoppen“ vor dem Auswärtsspiel am Montag der „Bayerischen Hausbau“ einen Besuch ab. ...

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Pressemitteilung

Hamburg, den 05.03.2012

Abriss der Bayerischen Hausbau in letzter Minute verhindert!

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Bayerische Hausbau lässt Runden Tisch platzen.

9.02.12

Stellungnahme der Intitiative ESSO-Häuser

Die Bayerische Hausbau lässt den Runden Tisch „ESSO-Häuser“ platzen und versucht mit Fehlinformationen der Initiative ESSO-Häuser öffentlich die Schuld für das Scheitern der Gespräche zuzuweisen. Richtig ist: die Initiative hat sich im Prozess des Runden Tisches keine Verzögerungstaktik vorzuwerfen, dass wird ihr auch von am Runden Tisch beteiligten Politikern bestätigt. Ebenso wird versucht zu lancieren, die Initiative vertrete Einzelinteressen. Dies kann entschieden zurückgewiesen werden. Der Initiative liegen bereits 57 Unterschriften von MieterInnen vor, die sich „gegen den Abriss“ aussprechen. Die Mitglieder der Initiative werden sich weiter dafür einsetzen wofür sie angetreten sind: Erhalt der Bausubstanz, Instandsetzung, unbefristete Mietverträge für alle MieterInnen und langfristige Mietverträge für die Gewerbetreibenden. An dem eigenen Konzept das u.a. eine Zusatzbebauung Richtung Kastanienalle vorsieht, wird weiter gearbeitet. Das Konzept wird im Frühjahr vorgestellt. Die Initiative wird sich darüber hinaus intensiv für eine Fortführung des Dialogs mit Politik und Stadtteilbevölkerung einsetzen.

Weiter zur ausführlichen Stellungnahme der Initiative
Download einer ausführlichen Chronologie der Ereignisse als pdf hier

Bayerische Hausbau lässt Runden Tisch platzen

07.02.2012

Zur Richtigstellung kursierender Presse- Artikel:

Auf der heute kurzfristig anberaumten Pressekonferenz kündigt die Bayerische Hausbau an, dass sie die Zusammenarbeit mit der Initiative ESSO-Häuser beendet. Grund dafür sei, die Weigerung der Initiative die Ergebnisse des Runden Tisches umzusetzen.

Wir von der Initiative sind von der Aufkündigung des gemeinsamen Gutachtens sehr bestürzt.

Fakt ist, dass die Initiative ESSO Häuser nach dem letzten Runden Tisch wie vereinbart ihre Anmerkungen zu dem Entwurf eines Gutachterauftragstextes allen Beteiligten vorgelegt hat.

Der Vorwurf der Bayerischen Hausbau, die Initiative wolle den Gutachter alleine bestimmen ist schlichtweg gelogen. Fakt ist auch hier, dass wir lediglich gesagt haben, dass es nach Aussage von uns hinzugezogenen Experten schwierig ist, ein einzelnes Gutachter-Büro zu finden, das dieses umfangreiche Projekt allein prüfen kann. Außerdem muss man sich unserer Ansicht nach erst einmal auf den Auftragstext einigen, bevor es zu einem Auswahl an Gutachter kommt. Diesen Einigungsprozess hat die Bayerische Hausbau frühzeitig abgebrochen. Dafür trägt sie die alleinige Verantwortung!

Weiterhin behauptet die Bayerische Hausbau, dass die Initiative nur eine Minderheit der MieterInnen vertritt. Auch hier ist Fakt, dass der Initiative 57 Unterschriften von MieterInnen vorliegen, die sich „für den Erhalt und die sofortige Instandsetzung der Gebäude“ und „gegen den Abriss der ESSO-Häuser“ aussprechen.

Noch ist der Abriss nicht entschieden!

Der Kampf um die Häuser geht in die nächste Runde!

Wir werden euch auf dem Laufenden halten.

Eure Initiative ESSO- Häuser

Freie- und Abrissstadt Hamburg - von der Zukunft der Esso-Häuser

27.09.2011

Für die Bündnisdemonstration "Mietenwahnsinn stoppen - Wohnraum vergesellschaften" gibt es neben dem gemeinsamen Bündnisaufruf mehrere Aufrufe von Gruppen aus dem Bündnis. Hier ist der zu den Esso-Häsuern in St. Pauli

Hamburg, die Stadt am Wasser, das Tor zur Welt, von vielen liebevoll ihre Perle genannt. Und mittendrin der 6190 qm große Schandfleck, auch bekannt unter den Namen Esso Häuser. Ein hässlicher, verkommener Wohnblock über der berühmtesten Tankstelle Deutschlands. 2009 gerät es endlich in liebevolle Investorenhände, die beschließen dem Grauen ein Ende zu setzen. Die Bayrische Hausbau GmbH nimmt sich dem architektonischen Elend an und geht somit entschlossen gegen den allgemeinen Verfall auf St. Pauli vor. Die Stadt kann aufatmen.

Doch die Initiative Esso Häuser, ein Zusammenschluss aus kampfbereiten Mieter_innen, arbeitslosen Künstlern und zwielichtigen Gewerbetreibenden setzt zu linkspropagandistischem Gezeter an.

Die Offiziellen meinen: Was soll denn dieses Gejammer immer? Das Wachstum einer Großstadt, insbesondere einer prosperierenden wie Hamburg ist völlig natürlich. Ebenso natürlich muss altes dem neuen weichen. Man kann doch nicht jede Bruchbude unter Denkmalschutz setzen, nur weil sie älter als 10 Jahre ist. Stadtentwicklungsbeauftragter Andy Grote (SPD) weiß, die Nachkriegsgebäude sind „ahistorisch“. Die Nachkriegszeit gab es also nicht? Aha. Außerdem sind die Häuser hässlich, ist das qualifizierte Argument vieler Politiker_innen. Grund genug, die Häuser abzureißen und damit über 110 Mieter_innen umzusetzen. Na Schwamm drüber, schließlich will die Bayerische Hausbau GmbH mehr Wohnraum schaffen, wenn auch privatisierten und daher teureren, sowie Platz für kiezaffines Gewerbe. Kiezaffin , sowie jetzt die Esso-Tankstelle, das Molotow, das Planet Pauli oder Autohotel? Zumindest nachempfunden, so das Versprechen.

Also eigentlich so wie früher? Nur besser, schöner und dank selbstlosem Machtwort der SPD, mit 30% Sozialwohnungsanteil, so dass auch die ehemaligen Mieter sich die neuen, besseren Wohnungen leisten können. Vorausgesetzt, dass sie Anspruch drauf haben und nicht zu mehr als der Hälfte der Mieter_innen gehören, die nach Erfahrungswerten von Mieter helfen Mietern, nach einer Umsetzung nicht zurückkehren. Dass die Neubebauung mit 70% Anteil an privatisiertem Wohnraum, erneute Mietsteigerung in der gesamten umliegenden Nachbarschaft nach sich ziehen wird, stört keinen großen Geist.

Also weiter kalte Glasbauten aus dem Boden sprießen lassen, die von einer sterilen Aura umgeben selbst in den unscheinbarsten Häusern unerschwingliche Mietpreise innerhalb ihres mächtigen Radius herbeizaubern.

Was ist aber wenn wir auch noch in Zukunft ein St. Pauli der Unterschiedlichkeit antreffen wollen? Müssen wir dafür ins St.Pauli Museum, um etwas in der Vorstellung wieder aufleben zu lassen, was gerade unwiederbringlich zerstört wird? Werden die Charaktere die St. Pauli prägen nur noch am Stadtrand anzutreffen sein, ganz nach dem Motto: „Randgruppen an den Rand“?

Wir fordern: Kein Abriss der ESSO Häuser, Wohnraum für alle, keine Verdrängung! Vielfalt und Toleranz sind keine soziale Utopie, sondern bei nachhaltiger Stadtplanung durchaus möglich und nötig.

Visionen von St. Pauli

09.08.2011

Video Artikel

Ein Kiezbummel im Jahr 2021 mit Bezirksamtschef Markus Schreiber ...

Video ansehen auf You Tube

Elbdisharmonie 2011

Postkartenkampagne

Hamburg, Juni 2011

HIE SAMMA BEINAND HIE BLEIBMA

Mit der Postkartenkampagne verbreiten wir die Positionen und Perspektiven der Initiative im gesamten Stadtteil und über den Stadtteil hinaus.

4 Mieterinnen, 3 Mieter, unsichtbare Haustiere und ein Familienunternehmen sind porträtiert. Es ist euch freigestellt die Postkarten auch an Politiker_innen aller Fraktionen zu schicken.

Weiter zur Postkartenkampagne hier

Kein Abriss

Tanz der Häuser: Solidaritätsparty.

Gegen Investorenphantasien und Abrisspolitik - für den Erhalt
der Esso Häuser Spielbudenplatz und das "Konzept freundliche Übernahme/ NoBNQ"

Flyer

Bring back Sankt Pauli - Reclaim your Club and Viertel! Fans und ein ganzes Viertel sehen Rot und schlagen gemeinsam zurück!

Steffen Jörg - Mitarbeiter Stadtteilpolitik

Nicht nur beim FC Sankt Pauli rumort es gerade gewaltig in der Fanszene über eine zunehmende Kommerzialisierung - vielmehr ist auch ein ganzes Viertel von einer zunehmenden Ökonomisierung betroffen. Zählte der Stadtteil Sankt Pauli noch vor einigen Jahren zu den ärmsten Stadtteilen in Deutschland, ist er für viele Menschen tatsächlich unbezahlbar geworden. Es wird Zeit diesen Entwicklungen gemeinsam entschieden entgegenzutreten!

BRING BACK SANKT PAULI - RECLAIM YOUR CLUB AND YOUR VIERTEL! FANS UND EIN GANZES VIERTEL SEHEN ROT UND SCHLAGEN GEMEINSAM ZURÜCK!

RECLAIM YOUR CLUB
Die Entwicklung beim FC Sankt Pauli kennt gerade nur eine Richtung. Auf der Suche nach immer neuen Absatzmärkten und Umsatzsteigerungen bleiben zunehmend die gemeinsamen und zwischen der Fanszene und dem Verein ausgehandelten Ideale auf der Strecke. Der Verein richtet sich mit seinem Vorgehen nicht mehr an die Bedürfnisse von MitgliederInnen, Alteingesessenen und jungen Fans. Vielmehr werden diese Menschen zunehmend durch immer weiter steigende Ticketpreise aus dem Stadion gedrängt. Anstatt vermehrt bezahlbare Steh- und Sitzplätze zu bauen, hat das Millerntor nach bisher zwei neugebauten Tribünen schon jetzt mehr Business-Seats als die ?Allianz-Arena? des FC Bayern. Das Ziel, so scheint es, ist eine perfekte Kulisse für den idealen Konsumenten, den es gar nicht gibt, aber geben soll.
Eine kritische Fanmasse ? die sich auch politisch in Prozesse mit einbringt ? wirkt in diesem Zusammenhang eher störend. Vielmehr sollen die aktiven Fans fahnenschwenkend eher als Rahmen dienen für den/die ?ideale ZuschauerIn?, die als gerngesehene KonsumentInnen in den Séparés oder Business-Seats umgarnt werden. Immer schneller dreht sich in letzter Zeit der Kreisel des Marketings: Ob ein Getränk mit dem Namen ?Kalte Muschi? als offizieller Vereinssponsor; eine Loge, wo bei jedem Tor eine Tänzerin die ?Hüllen fallen lässt? (welches beides ganz klar gegen die Leitlinie des Vereins gegen Sexismus im Stadion verstößt) oder immer neuere Werbeformen im Stadion (Blau.de). Der Verein lotet anscheinend gerade immer wieder neu aus, wie weit er dieses Spiel der kompletten Vermarktung noch treiben kann. Mit ?not established since 1910? hat das schon lange nichts mehr zu tun ? dieser Satz verkommt immer mehr zu einer Farce.

Wir stellen uns dieser Entwicklung entschieden entgegen: Wir wollen einen Verein, der sich wieder nach den Bedürfnissen der Fans richtet und sich zu den gemeinsam beschlossenen Leitlinien klar bekennt, ohne sie immer weiter zu umschiffen. Für uns ist jedoch wichtig, die ?Schlacht? nicht nur im Stadion, sondern auch auf der Straße zu führen. Kämpfe um gemeinsame Werte und Ideale lassen sich nun mal nicht allein im Stadion austragen und gewinnen. Entern wir das Stadion! Entern wir die Straßen!
Die ?Sozialromantiker? haben es geschafft, in wenigen Tagen über 3.700 Menschen für ihre Petition zu sammeln und hinter dem Symbol des Jolly Rouge und dem dazugehörigen Slogan ?Bring Back Sankt Pauli!? noch viel mehr Menschen hinter sich zu vereinen. Wie heißt es so schön in der Petition: ?Die Zeit der Treffen ist vorbei. Es reicht!? Lasst uns diese ungeahnte Energie nutzen und gemeinsam nach dem Unmöglichen greifen:
BRING BACK SANKT PAULI! JETZT ODER NIE!

RECLAIM YOUR VIERTEL
Für uns ist jedoch wichtig, die Entwicklung um den Verein nicht getrennt von den Veränderungen im Stadtteil zu sehen. Für uns ist dabei der Stadtteilverein untrennbar mit seinem Viertel verwoben. Ob nun die Auseinandersetzungen um die Hafenstraße, die Räumung des Bauwagenplatzes Bambule im Karoviertel oder der geplante Neubau des Sport-Doms in den 90ern: Die Proteste wurden immer von dem Stadion in den Stadtteil und auch umgekehrt vom Viertel ins Stadion getragen, wie z. B. die nicht ganz unbekannte Flagge mit dem Totenkopf. Gravierende Veränderungen im Viertel waren auch immer im Stadion zu spüren. Die StadionbesucherInnen waren dabei auch immer ein Querschnitt aus den BewohnerInnen des Viertels, worauf auch der Verein immer stolz war.. Gerade heute lässt sich eben nicht nur für den FC Sankt Pauli feststellen, dass der Verein zunehmend kommerzialisiert wird. Auch der Stadtteil ist einer verstärkten Veränderung ?von oben? ausgesetzt, ohne dabei die Menschen vor Ort mit einzubeziehen. So wie sich die Gesichter am Millerntor mit der Einführung der Logen und Business-Seats immer mehr verwandeln, verändert sich auch die Zusammensetzung der Leute, die auf Sankt Pauli wohnen. Besonders dieser Stadtteil wird immer weiter nach ökonomischen Kriterien ?durchgestylt?. Menschen, die sich die explodierenden Mieten im ?Szenekiez? nicht mehr leisten können, werden einfach verdrängt. Insbesondere die Menschen, die den Stadtteil ausmachen und den Verein in den letzten beiden Jahrzehnten so stark geprägt haben, bleiben bei dieser Entwicklung auf Strecke: Viele von ihnen mussten schon umziehen oder können sich zunehmend ihre Mieten in ?ihrem? Stadtteil nicht mehr leisten. Aktuell wird dieser Prozess der Verdrängung an verschiedenen Großprojekten deutlich. AnwohnerInnen wehren sich zum Beispiel dabei entschlossen gegen das von Investoren geplante "Bernhard-Nocht-Quartier". Auch die unmittelbaren NachbarInnen und Gewerbetreibende der sogenannten ?Esso-Häuser? sind von Plänen eines Großinvestors betroffen.
Ob die ?Tanzenden Türme?, eine geplante St. Pauli Music Hall, das Riverside Hotel oder auch der leer stehende ?Astra-Turm?: Für viele ist in dieser ?schönen neuen Welt? auf Sankt Pauli kein Platz mehr. Auch die in unmittelbarer Stadionnähe und seit 20 Jahren besetzte Rote Flora, in der auch Veranstaltungen aus der Sankt Pauli Fanszene stattfinden, scheint neuerdings mal wieder von einer Räumung bedroht. Diese ganzen Entwicklung werden wir nicht mehr länger tatenlos hinnehmen. Für uns ist wie bei aktuellen Veränderungen des Vereins auch hier ein Punkt erreicht, an dem wir sagen: ?Es geht einfach so nicht mehr weiter. Wir sagen Stopp!? Wir wollen uns gemeinsam gegen den Ausverkauf von Sankt Pauli und einer Politik der Ausgrenzung entschieden entgegenstellen und setzen dem ein Recht auf Stadt für alle entgegen, unabhängig von Alter, Nationalität, Geschlecht, Aussehen oder Kontostand.

BRING BACK SANKT PAULI - RECLAIM YOUR VIERTEL!
Aus diesen Gründen rufen wir am Samstag nach dem Spiel des FC Sankt Pauli gegen den SC Freiburg um 18 Uhr zu einer Demo vom Millerntor durch den Stadtteil Sankt Pauli bis zum ?Bernhard-Nocht-Quartier?auf. Seid dabei laut, entschlossen, kreativ, bunt und vielfältig. Lasst uns auch auf der Straße zeigen, wie viele wir sind! Lasst uns gemeinsam unter der Flagge des Jolly Rouge und mit ganzer Kraft am Samstag die fast erloschene Flamme Sankt Pauli neu zum lodern bringen!

Für unseren Verein und für unseren Stadtteil! Nur gemeinsam lässt sich dieser Kampf gewinnen!


Wichtige Mitteilung
an alle BewohnerInnen von St. Pauli

Kommen Sie am 20.11.2010 um 11.00 zur Veranstaltung
wg. des ESSO-Geländes

Sie erhalten dieses Schreiben von den BewohnerInnen und Mitgliedern der Esso-Häuser-Initiative, mit der Bitte, uns zu unterstützen.

Uns geht es um die Wohnhäuser zwischen dem Spielbudenplatz und der Kastanienalle. Zu dem Grünstück gehören auch die Esso-Tankstelle und die Gewerbe des Spielbudenplatzes, wie Molotow, Hundertmark, Planet Pauli usw. Unsere Häuser wurden an die Bayerische Bau- und Immobilien Gruppe verkauft und nun soll das ganze Areal mit Unterstützung der Hamburger Politik abgerissen werden. An der Stelle unserer Häuser und Gewerbe sollen hier unter anderem Eigentumswohnungen, schicke Lokalitäten und ein neuer Glasklotz entstehen. Zwar ist bekannt, dass ein Teil sozialer Wohnraum werden soll, vermutlich wird die Mietbegrenzung jedoch nach einigen Jahren wegfallen.

Für viele von uns, darunter alte, kranke und arme Menschen, bedeutet ein Umzug einen massiven Einschnitt in ihr Leben. Auch für Gastronomen geht es um ihre Existenz. Auf Kosten von den hier lebenden Menschen soll einmal wieder rücksichtsloser Profit gemacht werden. Daher ist ein Abriss für uns ausgeschlossen!

Wir sind der Meinung, dass die Politik nicht die Eigentümer dabei unterstützen muss, noch mehr Profit zu machen. Sie soll die Verantwortung für BürgerInnen und für den Stadtteil übernehmen und den Neubauplänen nicht zustimmen! Die in Mitte regierende SPD/GAL soll einfach tun, was sie selbst fordert: Sozialen Wohnungsbau fördern und erhalten, Eigentumswohnungen verhindern.

Ihnen sollte bewusst sein, dass das ganze Viertel von dem geplanten Vorhaben betroffen ist. Bezahlbarer Miet- und Gewerberaum wird verschwinden, ebenso wie alteingesessene Bevölkerung. Das Gesicht von St. Pauli wird wieder ein Stück mehr in Richtung anonymer, seelenloser Allerwelts-Glas-Stahl-Betonarchtitektur verunstaltet werden. Die bunte Mischung und das besondere Flair, dem das Viertel seine Berühmtheit verdankt, ist bald Geschichte, wenn wir nichts tun.

Was Sie tun können:

Kommen Sie am2 0.11.2010 um 11.00 in den Ballsaal des FC St. Pauli, 2. Stock der Südtribüne, Auf dem Heiligengeistfeld. Dort findet eine Veranstaltung mit den bayerischen Investoren statt. Diese Veranstaltung ist von dem Ablaufplan so gestaltet, dass vermutlich viele feierliche, geschliffene Worte fallen, eigentlich der Abriss schon entschieden ist, es aber keine klaren Absprachen und Zusagen bezüglich des konkreten Vorhabens geben wird. Wir bitten sie uns bei dieser Veranstaltung zu unterstützen. Kommen Sie und zeigen Sie den bayerischen Investoren, dass wir hier auf St. Pauli ihr Vorhaben nicht unterstützen und entschieden gegen die kommerzielle Veränderung von St. Pauli kämpfen werden.

Helfen Sie uns, hier zu bleiben. Helfen Sie dabei, St. Pauli vor dem Ausverkauf zu retten. Sanierung: Ja. Abriss: Nein!